Der Bayerische Biodiversitätspreis - Preisträger 2012

Unter dem Motto "Biodiversität im Siedlungsbereich" lobte der Bayerische Naturschutzfonds zum zweiten Mal den Bayerischen Biodiversitätspreis "Natur.Vielfalt.Bayern.“ aus.

Der Bayerische Naturschutzfonds trägt damit dazu bei, die 2008 von der Staatsregierung beschlossene Strategie zum Erhalt der Biologischen Vielfalt in Bayern umzusetzen. Der Bayerische Biodiversitätspreis ist mit 15.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Eine Aufteilung des Preisgeldes ist möglich.

Preisträger 2012

Blid vergrößert sich durch Anklicken Hauptpreis (7.500 Euro):
Landschaftspflegeverband der Stadt Augsburg e.V. - Projekt "Augsburg sucht...Kartierung zum Mitmachen"

Projektbeschreibung: Mit jährlich wechselndem Slogan und öffentlichkeitswirksamem Informationsmaterial wendet sich der Landschaftspflegeverband kreativ und innovativ an die Augsburger Bevölkerung.
Ziel ist, mit der Unterstützung der Bevölkerung die Bestandsdaten der naturschutzrelevanten Arten wie Fledermäuse oder Frösche im Stadtgebiet von Augsburg zu aktualisieren und zu ergänzen. Die Augsburger zeigen großes Interesse an heimischen Tierarten, suchen nach noch vorhandenen Lebensräumen und unterstützen den fachlichen Naturschutz mit Daten, Bildern Erkenntnissen, die dann in Handlungsschwerpunkten umgesetzt werden.

Blid vergrößert sich durch Anklicken Preisträger in der Kategorie "kommunales Projekt" (3.500 Euro):
Umweltamt der Stadt Nürnberg - Projekt "Lebensraum Burg - Von Abendseglern, Dunkelkäfern und weiteren heimlichen Burgbewohnern"

Die Kaiserburg in Nürnberg hat nicht nur kultur- und stadtgeschichtliche Bedeutung, sie ist auch ein Hort der Biodiversität. Sie bietet Lebensraum für mehr als 1300 Pflanzen- und Tierarten. Hier finden sich Fledermäuse, Turmfalken, Mauersegler, Moose und Flechten.
Mit Exkursionen für Schulklassen, Fortbildungen für Lehrkräfte, Führungen für Interessierte macht das Umweltamt Nürnberg auf diesen Lebensraum aufmerksam.

Blid vergrößert sich durch Anklicken Preisträger in der Kategorie "Umweltbildung" (3.500 Euro):
Katholische Kindergarten St. Quirinus am Tegernsee, Landkreis Miesbach - Projekt "Erlebnis-Traum-Garten"

Die Leitung des Kindergartens und der Elternbeirat haben den Außenbereich des Kindergartens, der vor wenigen Jahren noch durch alte Spielgeräte und einheitlicher Rasenfläche geprägt war, in einen artenreichen Erlebnis-Traum-Kindergarten umgestaltet.
Rund 3300 Blumenzwiebeln, 1500 Wildstau-den, über 130 Gehölze und eine Wildblumenwiese wurden gepflanzt. Ein Baumhaus, ein Kriechtunnel, eine Kräuterschnecke, ein Teich und eine Sitzmauer wurden angelegt.
Besonders hervorzuheben ist das ehrenamtliche Engagement der Erzieherinnen, Eltern und Kindern, die in rund 900 Stunden den Erlebnis-Traum-Garten entstehen ließen.

Blid vergrößert sich durch Anklicken Sonderpreis "Erhaltung der Sortenvielfalt" (500 Euro):
Projektgruppe "Trostberger Rosengarten", Landkreis Traunstein

Seit vielen Jahren sind Marita Protte und die Mitglieder der Projektgruppe auf der Suche nach noch vor-handenen historischen Rosensorten.
Diese werden anschließend dokumentiert, vermehrt und unter anderem im Trostberger Rosengarten ausgepflanzt. Der Erhalt alter Sorten ist ein Gewinn für die botanische Vielfalt.
Die alten Rosensorten bereichern die bayerische Kulturlandschaft und sichern das genetische Erbe. Besonders hervorzuheben ist das herausragende ehrenamtliche Engagement der Projektgruppe „Trostberger Rosengarten“ sowie die vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit des Projekts.