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Maskottchen für den Artenschutz – Teil 2

Sie sind Raubtiere – und trotzdem müssen sie besonders und streng geschützt werden. Ende des 19. Jahrhunderts war der Eurasische Luchs in Mitteleuropa bereits ausgerottet. In den 1970er und 80er Jahren wurden 17 Luchse im Bayerischen Wald und im Nationalpark Sumava wiederangesiedelt. Sie bildeten den Grundstock für die heutige Population im Grenzraum von Tschechien, Österreich und Bayern.

Luchs

Die geringe Verbreitung des Luchses ist die Folge direkter Eingriffe des Menschen. Lynx lynx, so der wissenschaftliche Name, ist deshalb vom Aussterben bedroht. Für ein Wildtier schwer zu überwindende Barrieren wie Autobahnen und das menschliche Konkurrenzdenken gegenüber Raubtieren verhindern eine Zunahme und Ausbreitung des Bestandes. Weil Luchse sich von Hasen, Rehen, Hirschkälbern und Gämsen ernähren, richten manche Zeitgenossen heimlich Gewehr oder Gift gegen sie. Wirkungsvollen Schutz und störungsarme Rückzugsgebiete findet die wertvolle Art im Nationalpark Bayerischer Wald.

Der Bestand der Luchse wird von den bayerischen Naturschutzbehörden überwacht. Im Luchsprojekt des Nationalparks Bayerischer Wald tragen derzeit vier Luchse ein Halsband mit integriertem GPS-Empfänger. Per SMS melden sie in regelmäßigen Zeitabständen automatisch, wo sich die Tiere gerade aufhalten.

Luchse in freier Wildbahn.

Luchse in freier Wildbahn.

Charakteristisch für den Luchs sind schwarze Pinselohren, der kurze, schwarz abgesetzte Schwanz und schwarz gefleckte, rot- bis gelbbraune Flecken im Fell. Sie sind Einzelgänger und durchstreifen eigene Reviere von 50 bis 300 Quadratkilometern Größe. Mit 15 bis 25 Kilogramm sind die Raubtiere deutlich leichter als ein vergleichbar großer Schäferhund mit einer Schulterhöhe von ca. 70 Zentimetern. Luchse können in Gefangenschaft 25 Jahre alt werden, doch im Freiland erreichen nur wenige ein Alter von über 7 Jahren.

Der Luchs besticht durch seine katzenartige Schönheit und wird deshalb gerne als “Maskottchen für den Artenschutz” emporgehoben – auch für die Naturschutzinitiative Bayern Arche des Bayerischen Umweltministeriums.

Welches in Bayern geschützte Tier finden Sie noch besonders schön?
Wir freuen uns auf Ihre Antworten unter diesem Beitrag.

Der Luchs "zu Gast" an unserem Aktions-Pavillon.

Der Luchs “zu Gast” an unserem Aktions-Pavillon.

Zum Blog-Eintrag: “Maskottchen für den Artenschutz – Teil I: Der Eisvogel”


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6 Antworten zu “Maskottchen für den Artenschutz – Teil 2”

  1. Cordula Mertens sagt:

    Der Feldhamster ist total niedlich. Außerdem ist er nachtaktiv – genau wie ich :-D

  2. gastl markus sagt:

    der laubfrosch ist mein favorit warum? weil ich ihn aktiv in meinem garten dem http://www.hortus-insectorum.de schuetzen kann, gleich danach komnt die gelbbauchunke, das einzige tier mitteleuropas mit herzförmiger pupille

  3. Jan Meierhuber sagt:

    Der Maulwurf ist soooo süß! Den hab ich in der Sendung mit der Maus schon toll gefunden.

  4. Stephan Bauer sagt:

    Uhu, Fischotter, Biber, Wolf, Wildkatze, Steinkauz

  5. Oda Riehmer sagt:

    Ich mag die Haselmaus: Sooo knuffig mit ihren Knopfaugen

  6. Markus sagt:

    Steinschmätzer, allein de Name ;-)

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