Bamberg - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Sandverbund zwischen Main und Steigerwald

Beschreibung: Sandlebensräume im Bereich der Steigerwaldhochfläche in engem Kontakt zu Feuchtwiesen in Talauen und Heckengebieten. Leitbild/Entwicklungsziele:- Nachhaltige Sicherung und Entwicklung des hochwertigen u. überregional bedeutsamen Arten- und Biotopbestandes, insbesondere der Sandlebensräume und deren Kontaktbiotope - Langfristige Ausweitung/Entwicklung extensiver Landnutzungsformen - Stärkung von Bewusstsein und Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Region durch naturbetonte Erholungsformen und Umweltbildungsmaßnahmen Maßnahmen: - Erhalt, Vernetzung und Förderung von Sandfluren - Aufbau eines Verbundsystems von Sand- und Feuchtlebensräumen - Sicherung der Ortolanvorkommen - Beratung der Landwirte beim Einsatz von Förderprogrammen bei der Flächenextensivierung - Maßnahmen zur Besucherlenkung und zur Umweltbildung

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Kitzingen (federführend), Bamberg

Ansprechpartner: Hartmut Brick (hartmut.brick@kitzingen.de)


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Projektname: SandAchse Franken

Beschreibung: Gemeinschaftsprojekt von BN, DVL/LPV Mittelfranken, LBV, Landkreisen und Städten. 1999 wurde ein vom Bayerischen Naturschutzfonds finanziertes Rahmenkonzept durch BN und DVL in Auftrag gegeben, auf dessen Basis förderte der Naturschutzfonds dieses Großprojekt in den Jahren 2000 bis 2006. Projektschwerpunkte lagen v.a. in den Bereichen Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Renaturierung. Flächenerwerb und Pacht standen aufgrund der hohen Bodenpreise eher im Hintergrund. Zur Projektabwicklung wurde das Projektbüro SandAchse mit Sitz in Erlangen eingerichtet. Die Projektabwicklung in den kreisfreien Städten erfolgte über die SandAgentur. Die Gesamtkosten des Projektes lagen bei etwa 2,8 Mio., der Förderanteil des Bayer. Naturschutzfonds betrug rund 2,3 Mio., Eigenmittel der Verbände etwa 0,5 Mio. Seit 2006 Finanzierung durch die Akteure aus Eigenmitteln sowie Förderung von Einzelmaßnahmen. Die wesentlichen Projektziele waren der Erhalt und die Förderung von Sandlebensräumen, ihre Vernetzung zu einem Biotopverbund und die Verankerung der hohen Wertigkeit von Sandlebensräumen im Bewußtsein der Öffentlichkeit. Im Rahmen des Projektes konnten ca. 36 ha Fläche angekauft bzw. angepachtet werden. Zudem wurden Potenzialflächen erfasst, Raumanalysen sowie flächenscharfe Umsetzungs-/Pflegekonzepte erstellt, Kartierungen und Erfolgskontrollen zu Pflegemaßnahmen durchgeführt, eine Vielzahl an Führungen, Aktionstagen, Tagen der Artenvielfalt, Fortbildungen, Seminaren etc. vorbereitet und durchgeführt, Ausstellungen, Schautafeln, Broschüren, Faltblätter, eine Homepage sowie ein Film und ein eigenes Computer-Lernspiel erstellt und umweltgerechte Nutzungsformen gefördert. Mehr als 250 ha wurden über das Landschaftspflegeprogramm gepflegt, auf weiteren ca. 100 ha wurden in Zusammenarbeit mit den Kommunen und Wirtschaftsunternehmen innerhalb der Stadtgebiete Maßnahmen durch die Agentur SandAchse durchgeführt. Auch nach Abschluss des Naturschutzfonds-Projekts läuft das Projekt in kleinerem Umfang weiter Faltblatt: http://www.sandachse.de/Materialien/Faltblaetter/Faltblatt-Sandachse-Allgemein.pdf

Projektträger: Naturschutzverband: BN (bis 06`2005 federführend), Landschaftspflegeverband: LPV Mittelfranken

Ansprechpartner: Tom Konopka (tom.konopka@bund-naturschutz.de)

weitere informationen: http://www.sandachse.de


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Projektname: Beweidungskonzept Nördliche Frankenalb

Beschreibung: Mit dem Schafbeweidungskonzept Nördlicher Frankenjura wurde das 100. Projekt begonnen. Es dient der Erhaltung der Wanderschäferei als ursprüngliche Nutzungsform auf den naturschutzfachlich wertvollen Halbtrockenrasen und Wacholderheiden (zugleich kostengünstigste und effektivste Pflegeform). Aus landschaftskultureller wie auch aus finanzieller Sicht war dies der einzig sinnvolle Ansatz zum Schutz derartiger Flächen, da der Niedergang der Wanderschäferei die Hauptursache für den Rückgang der Halbtrockenrasen darstellt. Verbunden mit der Erhaltung der Wanderschäferei war auch die Erhaltung bzw. die Schaffung eines Biotopverbundsystems der Magerbereiche im nördl. Frankenjura. So wurden allein 1999 an über 25 Orten Entbuschungen durchgeführt. Das Projekt gilt aufgrund seiner naturschutzkonformen Vermarktung von Schaffleisch (Jura-Lamm) als beispielhaft.

Projektträger: Landkreis: Bamberg, Bayreuth, Kulmbach, Lichtenfels, Naturparkverein: Fränkische Schweiz- Veldensteiner Forst e.V.

Ansprechpartner: Siegfried Weid (siegfried.weid@reg-ofr.bayern.de)


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Projektname: Hüllweiher

Beschreibung: Gegenstand des Projektes war die Erhaltung und Sanierung der Hüllweiher in der gewässerarmen Nördlichen Frankenalb als Trittsteinbiotope zwischen den Albtälern.. Landkreis Bamberg: Die Hüllweiher sollten in Anlehnung an die Vorschläge des RS vom 16.02.93 saniert werden. Im Vordergrund stand die Entfernung von Müll und Unrat sowie die Uferrenaturierung. Landkreis Bayreuth: Erhaltung und Optimierung, teilweise auch Neuschaffung der aus kulturhistorischer und naturschutzfachlicher Sicht bedeutenden Hüllweiher auf der Hochfläche der Frankenalb. Diese meist kleinen, abflusslosen Stillgewässer sind als Trittsteinbiotope zwischen den westlichen und östlichen Albtälern zum Austausch von Flora und Fauna unerlässlich. In einer meist gewässerlosen Gegend stellen sie vielerorts die einzigen offenen Wasserflächen dar. Landkreis Kulmbach: Erhaltung, Sanierung bzw. Reaktivierung der Hüllweiher im Bereich der Nördlichen Frankenalb aus kulturhistorischer Sicht sowie als sehr seltene Feuchtbiotope für Amphibien etc. in einer wasserarmen Region.

Projektträger: Landkreis: Bayreuth, Forchheim, Kulmbach, Lichtenfels, Gemeinde: Städte Pottenstein, Staffelstein, Weismain, Landschaftspflegeverband: Bamberg, Forchheim e.V.

Ansprechpartner: Siegfried Weid (siegfried.weid@reg-ofr.bayern.de)


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Projektname: Haßberge- und Steigerwaldtrauf i. Lkr. Bamberg

Beschreibung: Ziel des Projekts war die Erhaltung und Entwicklung der reich strukturierten landesweit bedeutsamen Kulturlandschaft entlang des Haßberg- Steigerwaldtraufs mit den Mainauen, Magerrasen, Feuchtwiesen (z. T. Wässerwiesen), Salbei-Glatthaferwiesen, thermophile Staudensäume, Trockengebüschen, Streuobstwiesen, Sandrasen, Wintergrün- bzw. Flechten-Kiefernwäldern. Hier findet man seltene Arten wie Winterlieb, Bienen-Ragwurz, Ziegenmelker, Heidelerche, Wiedehopf, Ortolan, Wendehals, Raubwürger, Neuntöter, Bechstein-Mopsfledermaus, Mausohr, Knoblauchkröte. Zur Realisierung eines Biotopverbundes wurden Maßnahmen zwischen dem NSG Spitzlberg bei Oberhaid und den Trockenstandorten am Kreuzberg bei Hallstadt und Kemmern bis hin zum NSG Kraiberg bei Baunach. U. a. waren dies: die Entbuschung und Wiederherstellung von Magerwiesen sowie die Folgepflege durch Beweidung, der Ankauf gefährdeter Magerrasen, Sandmagerrasen und Feuchtflächen, der Aufbau eines Schaftriebweges, die Förderung und Entwicklung strukturreicher Waldsäume, die Förderung wärmeliebender Kiefernwälder, die Schaffung neuer Magerrasenstandorte durch Oberbodenabtrag, die Erhaltung und Förderung wertvoller Streuobst- und Heckengebiete. Das Projekt ist abgeschlossen. Zum Projekt existiert ein eigenes Faltblatt.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: LPV Landkreis Bamberg

Ansprechpartner: Herr Weber (lpv-bamberg@lra-ba.bayern.de)


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Projektname: Aurachtal

Beschreibung: Das Aurachtal ist ein Gebiet von überregionaler in Teilgebieten auch von landesweiter Bedeutung. Im Rahmen des Projekts sollte der Talraum als naturnahes Flusstal mit extensiver Wiesennutzung erhalten bleiben und als ökologischer Verbund zwischen Regnitztal und Steigerwald entwickelt werden. Gleichzeitig sollte durch entsprechende Angebote die Öffentlichkeit auf die Besonderheiten des Talraumes aufmerksam gemacht werden. Ende Nov. 2002 wurde die Förderung durch den bayerischen Naturschutzfonds beschlossen. Die Projektlaufzeit war zunächst auf 3 Jahre begrenzt (nach zwei Jahren Zwischenbericht). Im Nov. 2005 wurde die Fortführung um ein Jahr beschlossen. Im Rahmen des Projekts konnten folgende Maßnahmen realisiert werden: - Flächenkauf: Kauf von zahlreicher Flächen für das Beweidungsprojekt Aurachochse bei Walsdorf - Renaturierung von Bächen (z.B. des Erlbachs, ca. 800 m langer Bachlauf) teils in Zusammenarbeit mit der DLE - Wiedervernässung von Flächen am Tränkseegraben - Teilrenaturierung eines kleinen Bachlaufs in Weizdorf/Erlau - Beweidungsprojekt mit Heck-Rindern und Wildpferden - Erfolgskontrollen/Fachplanungen: Erarbeitung von Wiesennutzungskonzepten, Brachestreifenkonzept, Konzept zur Pflege der Bachtäler durch Einsatz von Rinderrassen, Kartierungen und Monitoring - Öffentlichkeits- Bildungsarbeit: u.a. Schautafeln, Führungen. Broschüren/Faltblätter - Umweltgerechte Nutzungen: seit Frühjahr 2006 Beweidung von 20 ha mit Auerochsen (1 Stier, 5 Kühe, Kälber) Pflegemaßnahmen: u.a. Renaturierung von 2 kleineren Fließgewässerabschnitten Projekt wurde offiziell im Dezember 2006 beendet.

Projektträger: Landkreis: BA, Gemeinde: Stegaurach, Walsdorf, Trabelsdorf, Landschaftspflegeverband: Bamberg

Ansprechpartner: Klaus Weber (lpv-bamberg@lra-ba.bayern.de)


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Projektname: Hoher Steigerwald

Beschreibung: 3.000 ha großer Staatswald. Das Gebiet ist Lebensraum für zahlreiche, z.T. sehr spezialisierte Arten und zeichnet sich durch Vorkommen von Altholzstrukturen ohne Naturverjüngung, Alteichen in sonnenexponierter Lage und aufgelassene Steinbrüche aus. Durch systematisches Belassen, Pflegen und Entwickeln verschiedenster Waldbiotope soll eine vernetzte Verteilung der spezialisierten Arten und damit ihr langfristiges Überlegen sichergestellt werden. Maßnahmen dazu sind: - flächiges Belassen von ca. 0,1 bis 0,3 ha großen Altholzinseln - Belassen von starken Höhlenbrüterbäumen - Belassen und Begünstigen von Alteichen an sonnenexponierten Lagen - gezielte Verletzung von Stammoberflächen zur Anregung des Saftflusses an Alteichen - Entbuschen vorhandener aufgelassener Steinbrüche.

Projektträger: BaySF: FB Ebrach

Ansprechpartner: Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg (poststelle@aelf-ba.bayern.de)


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Projektname: Sicherung der historischen und artenreichen Kulturlandschaft bei Kemmern

Beschreibung: Das Untersuchungsgebiet ist geprägt durch die Auenlandschaft des Mains einerseits und die östlich anschließenden Sand- und Schotterterrasse andererseits. Es wird landwirtschaftlich genutzt, im Bereich der Aue vorrangig als Wiesen, im Bereich der Sand- und Schotterterrasse vorrangig als Äcker. Das Untersuchungsgebiet wurde nie flurbereinigt, so dass historische landwirtschaftliche Nutzungsformen weitgehend unverfälscht erkennbar sind. Nach Aussagen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege ist diese historische Kulturlandschaft (Gewannflur) für Bayern einmalig und von bundesweiter Bedeutung. Viele heute hochbedrohte Tier- und Pflanzenarten sind in dieser kleinparzellierten Ackerflur bis heute zu finden (z.B. Braunkehlchen, Raubwürger, Grauammer, Knoblauchkröte: eine der größten bekannten Populationen in BY, Mohnbiene: sehr große Population, weltweit wohl einmalig), weitere zahlreiche gefährdete Wespen- und Bienenarten sowie seltene Ackerwildkräuter). Durch Nutzungsintensivierung ist die einmalige Kulturlandschaft stark gefährdet. Im Rahmen des Projekts sollen: - Besitzverhältnisse und Nutzer ermittelt werden, - Flächenankäufe (in Kernbereichen) vorbereitet und durchgeführt werden, - VNP-Verträger Acker vorbereitet werden - eine extensivere Ackerbewirtschaftung vorbereitet und etabliert werden (z.B. Linsen-, Emmeranbau) - Maßnahmen zum Schutz und zur Föderung der Leitarten Knoblauchkröte und Mohnbiene in den Kernbereichen durchgeführt werden, - alle Maßnahmen intensiv mit Kommunen, Naturschutzbehörden, Denkmalpflege, LIFE-Natur Projekt und weiteren Betroffenen (z.B. Flussparadies Franken) abgestimmt werden - kulturhistorische Vorgaben ermittelt werden.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Landkreis Bamberg e.V.

Ansprechpartner: Klaus Weber (lpv-bamberg@lra-ba.bayern.de)


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Projektname: Blühender Jura im Landkreis Bamberg

Beschreibung: Der fränkische Jura im Landkreis Bamberg zeichnet sich durch eine über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft aus, die durch menschliche Nutzung, insbesondere Beweidung mit Schafen, geprägt ist. Bedingt durch die extremen Standortbedingungen ist eine einzigartige, naturschutzfachlich einmalige Landschaft entstanden (Trockenbiotopkomplexe aus Kalkmagerrasen und Felsen, Wärme liebenden Gebüschen und Trockenwäldern). Vorkommen seltener Tier- und Pflanzenarten belegen die hohe Biodiversität der Flächen. Teilbereiche dieser Komplexe haben gemäß Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) Bamberg landesweite Bedeutung. Aber auch der FFH-Lebensraumtyp Magere Flachland-Mähwiese sowie extensiv genutzte Ackerflächen prägen die Region. Gefährdet ist diese Kulturlandschaft zum einen durch Aufgabe der Nutzung (Verbrachung, Gehölzaufwuchs) und zum anderen durch Intensivierung (Maisanbau und intensivste Grünlandbewirtschaftung infolge des Biogas-Booms). Im Rahmen des Projektes soll diesem negativen Trend entgegen gewirkt werden. Übergeordnetes Ziel ist die Erhaltung, Optimierung und Weiterentwicklung der gewachsenen fränkischen Kulturlandschaft. Erreicht werden soll dies insbesondere durch Beweidung (Ausdehnung der Hüteschafhaltung, Vernetzung ortsansässiger Schaf- und Ziegenhalter) und extensive Grünlandbewirtschaftung. Projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung stärken die Identifizierung der Menschen mit der heimatlichen Kulturlandschaft und verbessern die Akzeptanz für Naturschutzmaßnahmen.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Landkreis Bamberg e.V.

Ansprechpartner: Christine Hilker (christine.hilker@lra-ba.bayern.de)

weitere informationen: http://www.lpv-bamberg.de/bluehender-jura/bnn-projekt