Dillingen a.d.Donau - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Abbaustellen im Landkreis Dillingen

Beschreibung: Im Lkr. Dillingen sind mehr als 380 Abbaustellen vorhanden, die zusammen eine Fläche von 1500 ha umfassen. Wegen hoher Abbaudynamik können sich wertvolle Strukturen nur kurz halten. Die Schaffung von Trittstein-, Übergangsbiotopen sowie die Erhaltung einer weitgehend offenen Riedlandschaft werden angestrebt.

Projektträger: Landkreis: Dillingen a.d. Donau, Eigener Verein: Donautal-Aktiv e.V.

Ansprechpartner: Ulrich Fröhlich (Ulrich.Froehlich@landratsamt.dillingen.de)


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Projektname: Wiesenbrüterlebensraum Donauried

Beschreibung: Großflächige offene Wiesenlandschaft mit den bedeutendsten Wiesenbrütervorkommen im Donauried (Kernbereiche: Donauried Ost, Mertinger Ried und Eppisburger Ried). Zielsetzungen im Projekt sind: - Erhalt bzw. Wiederherstellung großer und weitläufiger Wiesenlandschaften - Wiederherstellung wechselfeuchter Bereiche - Erhalt des Brachvogels als Brutvogel, Stabilisierung der Kiebitz-Vorkommen - Entwicklung der Grabensysteme als wichtige Verbundachsen - Berücksichtigung gefährdeter Libellenarten bei der Pflege und Unterhaltung der Gräben.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Donautal-Aktiv e.V. (Ostteil), ArGe Donaumoos (Westteil)

Ansprechpartner: Anton Burnhauser (anton.burnhauser@reg-schw.bayern.de)


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Projektname: Mühlbach-Spitzwörth-Schwarzgraben

Beschreibung: Sicherung von Feuchtlebensräumen in der Donauaue, von ALE unterstützt und abgestimmt mit Naturschutzbehörden wurde für Teilbereich Schwenningen ein neuartiges Grünlandsicherungsmodell erfolgreich getestet, konkrete Umsetzung auch durch Ausgleichsflächen sowie ein Ökoflächenkonzept im Rahmen des ALE-Verfahrens

Projektträger: Landkreis: Dillingen a.d. Donau, Donau-Ries

Ansprechpartner: Anton Burnhauser (anton.burnhauser@reg-schw.bayern.de)


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Projektname: Gundelfinger Moos

Beschreibung: Projekt wurde bis Juli 2007 mit dem Leipheimer Moos unter dem Projektnamen Schwäbisches Donaumoos geführt. Aufteilung in zwei Projekte aufgrund des unterschiedlichen Projektsstands erforderlich. Gleichzeitig Vergrößerung des Projektgebiets (NSG Gundelfinger Moos und größeres Umfeld). Im Zentralbereich des NSG teilweise stark verbuschte, ehemalige Handtorfstiche mit teils beweideten (Exmoor-Ponies und Rinder), teils ungenutzten Freiflächen sowie verstreut Streu- und Nutzwiesen, im genutzten Umfeld überwiegend Grünland, an drei Seiten von grösseren Kiesabbau-Arealen umgeben. Ziel: Erhalt und Entwicklung des Niedermoorkörpers, wertvoller Feucht- und Trockenstandorte, Erhöhung des Wasserdargebots, Aufbau und Etablierung einer standortgerechten, naturschutzorientierten Nutzung, Maßnahmen u.a.: Wasserzufuhr aus den Vollmer-Seen und Anstau des zentralen Hauptentwässerungsgrabens, Rückhaltung des ausströmenden Grund- und Oberflächenwassers, Entbuschung und Streuwiesenmahd, seit 1998 Beweidungsversuch mit Exmoor-Ponies und Ochsen, von 2003 bis 2014 mit Wald-Schafen, seit 2014 weiden dort auf ca. 8 ha Schottisch-Highlands. Die Weideflächen werden regelmäßig von Kiebitzen zur erfolgreichen Brut aufgesucht. Die Bekassine profitiert von den Maßnahmen im Besonderen, es erfolgt seit Anfang der 1990er eine Zunahme um ca. 200%, inzwischen Dauereinrichtung auf 26 ha. Seit 2011 Ankauf von Grundstücken für ein Flurneuordnungsverfahren i. R. der geplanten Wiedervernässung und Nutzungsoptimierung über das Programm KLIP 2050, seit 2015: Zusammenarbeit mit dem Thünen-Institut Braunschweig bei dem internationalen Projekt Optimierung der landwirtschaftlichen Moor-Nutzungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des Klimaschutzes (CAOS-Projekt), weiterhin geplant Mitarbeit am Projekt MOORuse der Hochschule Weihenstephan zur Entwicklung alternativer landwirtschaftlicher Nutzungen in vernässten Mooren sowie der Ausbau des alten Kieswerks am Vollmer See als Informations- und Begegnungsstätte (Landmarke Donaukies) Die ArGe Schwäbisches Donaumoos veröffentlicht regelmäßig sog. Infobriefe. Seit 2003 im mooseum (Forum Schwäbisches Donautal) Dauerausstellung zum Projekt. Von 2006 bis 2011 wurden in den FFH-Bereichen Maßnahmen zum Schutz der Vogelwelt und zur Besucherlenkung auch über das EU-LIFE-Natur-Projekt Schwäbisches Donautal finanziert. Es wurden u. a. 3,4 ha Flachmulden angelegt und eine Besucherlenkung mit Beobachtungsstellen etabliert. 2007 wurde das Faltblatt zum Projekt veröffentlicht (2014 wurde das Faltblatt neu aufgelegt). s. Literatur: Mäck, U. & Ehrhardt, H. (o.J.): Das Schwäbische Donaumoos und die Auwälder zwischen Weißingen und Gundelfingen ARGE Schwäbisches Donaumoos (2007): 15 Jahre ARGE Donaumoos mit Geschäftbericht 1999 - 2006. ARGE Schwäbisches Donaumoos (2016): Geschäftsbericht 1990 -2015 - 25 Jahre Arge Donaumoos.

Projektträger: Eigener Verein: ArGe Schwäbisches Donaumoos e.V.

Ansprechpartner: Dr. Ulrich Mäck (maeck@arge-donaumoos.de)

weitere informationen: http://www.arge-donaumoos.de/index.php?id=63


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Projektname: Heide-Allianz

Beschreibung: Seit 1996 wurden im Rahmen eines LEADER-Projektes unter derm Titel Südlicher Riesrand, Wörnitzdurchbruch und Kesseltal ca. 200 ha Hutungsflächen durch Entbuschungsmaßnahmen optimiert. Das Beweidungssystem wurde weiter stabilisiert. Im Jahr 2009 wurde die Heide-Allianz ins Leben gerufen, die das Projekt weiterentwickelt. In diesem Zusammenhang wurde zunächst ein vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördertes Projekt umgesetzt, welches den Schwerpunkt auf den Verbund zwischen den Trockenstandorten legt. 2014 konnte dann mit einem LIFE+-Natur-Projekt begonnen werden.

Projektträger: Landkreis: Donau-Ries, Gemeinde: Bissingen (Leader-Projekt), Naturschutzverband: BN Donau-Ries, Rieser Naturschutzvereine, Sonstige: Lokale Aktionsgruppe (LEADER-Projekt)

Ansprechpartner: Werner Reissler (werner.reissler@lra-donau-ries.de)

weitere informationen: http://www.life-heide-allianz.de/


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Projektname: Mertinger Höll / Lauterbacher Ruten

Beschreibung: Verschiedene Ansätze zur Optimierung eines ehemaligen Niedermoorgebietes in der Donauaue wurden (auch im Rahmen der Umsetzung des Gesamtökologischen Gutachtens Donaumoos) als Projekt zusammengeführt. Die wichtigsten Maßnahmen waren die Entbuschung ehemaliger Streuwiesen (insbesondere in der Mertinger Höll) und der Abschluss von Bewirtschaftungsvereinbarungen zum Schutz der Wiesenbrüter, seit 2002 wird das Projekt vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert, inzwischen läuft ein ALE-Verfahren, seit 2009 läuft ein 2-phasiges Projekt mit folgender Zielsetzung: Wiesenbrüterschutz in der Kerzone und in der Verbindungszone Erhalt der Stromtalpflanzen und Streuwiesen sowie Kiebitzschutz (2009 - 2012 erste Phase, NF gefördert)

Projektträger: Landkreis: Donau-Ries, Naturschutzverband: BN Donau-Ries

Ansprechpartner: Alexander Helber (donauries@bund-naturschutz.de)

weitere informationen: https://donauries.bund-naturschutz.de/mertinger-hoell.html


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Projektname: Streuwiesenverbund Donauried

Beschreibung: Das Projekt ist ein Teil der Umsetzung des gesamtökologischen Gutachtens Donauried und soll verschiedene Aktivitäten zum Erhalt von kleinen Streuwiesenresten zusammenfassen.

Projektträger: Naturschutzverband: BN DON + DLG

Ansprechpartner: Marion Widmann (mwidmann@bndlg.de)

weitere informationen: https://donauries.bund-naturschutz.de/veranstaltungen/streuwiesenverbund.html


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Projektname: LIFE-Projekt Schwäbisches Donautal

Beschreibung: Das LIFE-Natur-Projektgebiet ist Teil der Vogelschutzgebiete (Schwäbisches Donaumoos, Donauauen, Wiesenbrüterlebensraum Schwäbisches Donauried) und umfasst Teile weiterer 6 pSCI (FFH). Es gehört zu den größten offenen Niedermoor- und Riedlandschaften des südlichen Mitteleuropas (Donauried). Das Projektgebiet hat eine Größe von über 7.400 ha. Hauptziel ist die Optimierung eines international bedeutsamen Vogelschutzgebietes. Wesentlich ist dabei die Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung der Brut- und Nahrungshabitate von 43 Vogelarten gemäß Anhang 1 der Europäischen Vogelschutzrichtlinie (darunter die prioritären Arten Crex crex und Botaurus stellaris) und die Optimierung als Nahrungs-, Rast- und Über-winterungshabitat für zahlreiche ziehende Vogelarten. Ziel ist außerdem die Erhaltung und Optimierung bzw. Wiederherstellung von insgesamt 6 FFH-Lebensraumtypen (davon 1 prioritär), die wichtige Habitate der Vogelarten darstellen. Das Gebiet hat eine zentrale Lage im mitteleu-ropäischen Vogelzug-Flyway (Südwestroute) und ist aufgrund der relativ geringen Dichte entsprechend geeigneter Zug- und Überwinterungsgebiete im südlichen Mitteleuropa von herausragender Bedeutung. Zusammenfassung der Projektergebnisse 2006 - 2011 (PDF): http://www.donautal-life-natur.de/images/stories/karten/zusammenfassung.pdf

Projektträger: Landkreis: Dillingen, Donauwörth, Günzburg, Donau-Ries, Gemeinde: Bächingen a.d. Brenz, Blindheim, Butterwiesen, Holzheim, Medlingen, Mertingen, Schwenningen, Tapfhei, Eigener Verein: ARGE Donaumoos e.V.

Ansprechpartner: Donautal-Aktiv e.V. (info@donautal-life-natur.de)

weitere informationen: http://www.donautal-life-natur.de/


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Projektname: Der Schwäbische DonAUWALD - Auwaldverbund von nationaler Bedeutung

Beschreibung: Naturschutzgroßvorhaben im Rahmen des Wettbewerbs IdeeNatur

Projektträger: Eigener Verein: Donautal Aktiv e.V.

Ansprechpartner: Giorgio Demartin (demartin@donautal-aktiv.de)

weitere informationen: http://www.donautal-aktiv.de


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Projektname: Bachmuschel im Landkreis Dillingen

Beschreibung: 2016 startete das 400. Jubiläumsprojekt mit einem großen Muschelfest. Der Bachmuschelbestand in den Gewässern des FFH-Gebietes Nebel-, Kloster- und Brunnenbach im Landkreis Dillingen zählt zu den individuenreichesten Vorkommen in Bayern. Seit der Bestandserfassung im Rahmen der Erstellung des FFH-Managementplans (2001) ist die Population jedoch dramatisch, um bis zu 90% der ursprünglichen Größe, eingebrochen. Die wesentlichen Gefährdungsursachen sind Eutrophierung, Verschlammung und Austrocknung sowie strukturelle Defizite. Dennoch sind die Bestände in diesem vernetzten, rund 21 km langen Bachsystem mit über 12.000 Exemplaren, aufgrund der vorhandenen natürlichen Reproduktion weiterhin von landesweiter Bedeutung.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Donautal-Aktiv e.V.

Ansprechpartner: Susanne Kling (kling@donautal-aktiv.de)