Erding - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Dorfener Isental

Beschreibung: Stabilisierung eines Flusstalökosystems. Sicherung und Optimierung des größten zusammenhängenden Feuchtwiesentals des Landkreises von überregionaler Bedeutung und seines typischen Artinventars. In Teilbereichen Erhalt und Optimierung von Niedermoor- und Streuwiesenresten bzw. von Lebensräumen für wiesenbrütende Vogelarten. Seit Beginn des Projektes positive Entwicklung insbesondere durch die Neuanlage von Flachgewässern und die Extensivierung von Grünland.

Projektträger: Gemeinde: Stadt Dorfen

Ansprechpartner: Herr Martin Simon (martin.simon@lra-ed.de)


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Projektname: Viehlaßmoos

Beschreibung: Größter und wertvollster zusammenhängender Niedermoorkomplex von landesweiter Bedeutung im Landkreis. NSG mit nördlich und südlich angrenzenden Pufferzonen. Erhalt und Optimierung des Wiesenbrüterlebensraumes. Bestandssicherung und Pflege des überregional und regional bedeutsamen Arteninventars.

Projektträger: Landkreis: Erding

Ansprechpartner: Herr Martin Simon (martin.simon@lra-ed.de)


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Projektname: Ismaninger Moos

Beschreibung: Pflege und Entwicklung eines kleinen Feuchtgebietskomplexes mit im Naturraum mittlerweile seltenen, teils stark verbuschten Duftlauch-Pfeifengraswiesen auf ehemaligen Torfstichflächen, Feucht- und Nasswiesen, Feucht- und Nasswiesenbrachen, Feuchtgebüschen und kleinen Feuchtwaldresten. Durch Bibertätigkeit wurden Entwässerungsgräben gestaut, angrenzende Grünlandflächen mussten aus der Nutzung genommen werden und sind großenteils stark verschilft. Das Gebiet ist ein wertvolles Rast-, Nahrungs- und Fortpflanzungshabitat für eine Vielzahl gefährdeter bzw. stark gefährdeter Tierarten (z. B. Laubfrosch, Wasserralle, Glaucopsyche teleius, G. nausithous, Chrysochraon dispar). Die verbuschenden Pfeifengras-Wiesen werden durch entsprechende Pflegemaßnahmen wie sukzessive Entbuschung und kleinflächige Mahd als (Teil-) Lebensraum seltener Pflanzen und Tierarten erhalten, vergrößert und optimiert. Angrenzende Flächen werden als Pufferflächen erworben und extensiviert. Des Weiteren soll das Gebiet langfristig über Gräben, magere Grabenböschungen und extensivierte Grünlandflächen als ein Kerngebiet in ein Niedermoorverbundsystems Erdinger Moos eingebunden werden. 2003 wurde das Projektgebiet nach Norden erweitert. 2016 konnten für zahlreiche Flächen im Eigentum des BR Bewirtschaftungsverträge über das Vertragsnaturschutzprogramm abgeschlossen werden.

Projektträger: Gemeinde: Ismaning

Ansprechpartner: Stefan Schwarz und Michael Wagner (naturschutz@lra-m.bayern.de)


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Projektname: Sempt-Schwillach-Tal

Beschreibung: Sicherung und Entwicklung des Sempt-Schwillachtales, seiner Fließgewässer und Quellläufe. Erhalt und Optimierung der Niedermoorkerngebiete, Ausdehnung der Halbtrockenrasen auf Almstandorten bei Moosmax. Optimierung der Wiesenbrüterlebensräume. Im Juli 2002 offizieller Startschuss des Projektes, erste Maßnahmen sind jedoch schon vorher realisiert worden (z.B. Flächenankäufe durch die Stadt Erding und die Gemeinden Wörth und Forstinning), inzwischen mehr als 20 ha optimiert, ab 2006 als Projekt zur integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) weitergeführt

Projektträger: Gemeinde: Stadt Erding, Gemeinden Forstinning, Wörth, Anzing, Pastetten, Markt Schwaben, Ottenhofen, Sonstige Behörden: WWA München, Rosenheim

Ansprechpartner: Jens Sachteleben (jens.sachteleben@pan-gmbh.com)


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Projektname: Natur.Vielfalt.Isental

Beschreibung: Das Projektgebiet umfasst die Isen und deren Talaue zwischen Lengdorf im Westen und Weidenbach im Osten. Aufgrund der noch vergleichsweise guten Biotopausstattung handelt es sich nach dem Arten- und Biotopschutzprogramm Bayern (STMLU 1994, 2001) um ein Schwerpunktgebiet des Naturschutzes mit überregional bedeutsamen Vermoorungen und Vorkommen zahlreicher bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Charakteristisch sind v. a. wiesenbrütende Vogelarten wie Bekassine oder Großer Brachvogel, aber auch seltene Libellenarten in Kleingewässern und an Gräben oder gefährdete Schmetterlings-, Heuschrecken- und Pflanzenarten auf den Streu-, Nass- und Feuchtwiesen. Aufgrund der Verschlechterungen in den letzten Jahrzehnten für Moore, naturnahe Gewässer- und Auenlebensräume sowie deren typische Pflanzen- und Tierarten besteht ein dringender Handlungsbedarf zur Sicherung und Optimierung naturnaher Flächen, Vernetzung verbliebener Lebensräume und die Durchführung gezielter Artenhilfsmaßnahmen. Langfristiges Leitbild ist ein weitgehend naturnaher Verlauf der Isen mit ungenutzten bzw. extensiv genutzten Uferrandstreifen sowie artenreichen Streu-, Nass- und Feuchtwiesen in der angrenzenden Aue. Davon sollen die charakteristischen Arten profitieren und wieder stabile Bestände entwickeln. Die geplanten Maßnahmen sollen vorrangig in sechs Schwerpunktgebieten (Wiesenbrütergebiet bei Embach, Streuwiesen bei Oberdorfen, Dorfener Moos, Wöhrmühlwiesen, Thalhamer Moos/Moosmühlwiesen) umgesetzt werden. Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sollen mit Mitteln der Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinie (LNPR) und über gängige Agrarumweltprogramme (AUM) finanziert werden. Projektmanagement, Grunderwerb/langfristige Pacht, begleitende Öffentlichkeitsarbeit und Evaluierung werden vom Bayerischen Naturschutzfonds und dem Bezirk Oberbayern gefördert.

Projektträger: Sonstige: Trägergemeinschaft Natur.Vielfalt.Isental

Ansprechpartner: Eric Imm (imm.wildland@jagd-bayern.de)


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Projektname: Allen Unkenrufen zum Trotz: Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zum landfr

Beschreibung: Die Gelbbauchunke ist deutschlandweit stark gefährdet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer langfristigen Strategie zum Schutz der Art in den Landkreisen Altötting, Erding, Freising, Mühldorf, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen. Hier soll der Habitatverbund wiederhergestellt werden. Zentrales Element ist dabei die Entwicklung einer langfristigen Strategie zur regelmäßigen Neuschaffung bzw. angepassten Nutzung ephemerer Lebensräume im Alltag. Wesentlich ist deshalb die Einbindung verschiedener Land-Nutzergruppen und wichtiger Flächeneigentümer, die durch geeignete Kommunikationsstrukturen angesprochen und zur Realisierung von unkenfreundlichem Verhalten im Alltag angeregt werden sollen. Durch den Aufbau eines lokalen Patensystems soll auch die Betreuung einzelner Vorkommen nachhaltig gesichert werden. Das Projekt umfasst Maßnahmen zur Wiederherstellung und Neuschaffung von Laichhabitaten (z. B. durch Beweidung, Dynamisierung von Auen etc.) und die Umsetzung eines umfassenden Konzepts zur Öffentlichkeitsarbeit. Die wesentlichen Vorhabensziele sind: 1. Verankerung des Schutzes der Gelbbauchunke und ihrer ephemeren Lebensräume als Selbstverständlichkeit im täglichen Handeln. 2. Verbesserung des öffentlichen Bewusstseins hinsichtlich der Gefährdung und des Schutzes der Gelbbauchunke und ihrer Lebensräume sowie der Bedeutung des Biotopverbundes als wesentliche Voraussetzung für die biologische Vielfalt. 3. Sicherung und Wiederherstellung einer langfrstig überlebensfähigen Metapopulation aus miteinander in Austausch stehenden Lokalpopulationen. 4. Entwicklung einer auch auf andere Gebiete übertragbaren Strategie zum Schutz der Gelbbauchunke und anderer gefährdeter Arten ephemerer Lebensräume.

Projektträger: Landkreis: Freising, Altötting, Neuburg-Schrobenhausen, Naturschutzverband: Bund Naturschutz

Ansprechpartner: Dr. Miriam Hansbauer (Dr.Miriam.Hansbauer@kreis-fs.de)