Freising - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Freisinger Moos

Beschreibung: Verstreut liegende, z.T. noch großflächig vorhandene und artenreiche Streuwiesen werden seit 1991 regelmäßig gepflegt, durch Entbuschungen benachbarter Flächen erweitert bzw. miteinander verbunden, Extensivierungsmaßnahmen (Bayer. VNP) auf Grünland zum Wiesenbrüterschutz, Neuanlage von Streuwiesen als Lebensraum für Sumpfschrecke, Bekassine, Braunkehlchen, Streuwiesenpflanzen. Anlage von Blänken und Seigen zur Förderung von Kiebitz und Bekassine. Grabenaufweitungen zur Förderung gefährdeter Libellenarten. Mähgutaufbringung auf abgeschobenen Flächen. Auf Initiative des BN erfolgte 2000 die Ausweitung des Projektgebietes. Derzeit wird eine neue Trägerschaft aufgebaut. Meldung des Kerngebietes als FFH-Gebiet, Ausweisung als SPA-Gebiet. LEADER+-Projektgebiet Zweite Homepage der Verbände: http://www.freisinger-moos.de

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Freising e.V.

Ansprechpartner: Matthias Maino (Matthias.Maino@kreis-fs.de)


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Projektname: Dietersheimer Brenne

Beschreibung: Ehemals beweidete Kalkschotterrasen und Trockengebüsche auf Brennenstandort der Isar. Aufgrund fehlender Beweidung/Mahd zunehmende Gebüschsukzession. Seit mehreren Jahren erfolgt die Offenhaltung von Teilbereichen durch Mahd im Hochsommer/Herbst. In Folge der Pflege ist eine gute Regeneration der Grasheide-Vegetation erkennbar. Sinnvoll wäre die Wiedereinführung der Beweidung.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Freising e.V.

Ansprechpartner: Matthias Maino (Matthias.maino@Ira-fs.bayern)


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Projektname: Lebensraum Lebendige Isaraue

Beschreibung: Die Isarauen im Landkreis Freising stellen aufgrund des Fließgewässers Isar mit seinem begleitenden, weitgehend erhaltenen Auwald, der Größe der naturnah verbliebenen Flächen und ihrer Bedeutung als eine der zentralen Biotop-Verbundachsen Bayerns einen Lebensraum von landesweiter Bedeutung dar. Die Auwälder entlang der Isar im Landkreis Freising weisen auch heute noch eine außerordentliche Lebensraumvielfalt auf. Wälder (unterschiedlicher Nutzungsintensität), Reste von Feuchtvegetation, Bachläufe, Altwasser, Heidereste (mit allen Übergangsstadien zwischen Offenland und Wald), Brennen und Deiche bilden noch immer ein reich strukturiertes, durchgehendes Biotopband für das Rotwild und über 280 gefährdete Tier- und Pflanzenarten. In den Isarauen treffen die Interessen verschiedenster Nutzergruppen aufeinander. Das Projekt hat bisher das Ziel erreicht, diese Interessensgruppen an einen Tisch zu bringen und eine gemeinsame Arbeitsgrundlage in Form einer Projektskizze zu schaffen, aufgrund derer die Bedürfnisse aller Beteiligter berücksichtigt werden konnten. Dazu wurde ein Runder Tisch eingerichtet, an dem sich Vertreter der Gruppen regelmäßig treffen, um Vorgehensweisen zum Schutz und zur Entwicklung der Isarauen zu erörtern und aufeinander abzustimmen. Am 22. 2. 2010 wurde beschlossen mit folgenden Teilprojekten zu beginnen: 1. Wildäsungsflächen und Ruhezonen - Problematik Wild Wald 2. Problematik Biber - Fische 3. Brennenpflege, Deichpflege und Sanierung 4. Integration von Ausgleichs und Ersatzflächen außerhalb der Deiche 5. Aufbau einer Umweltbildungsstation. Zur Verwirklichung der Projekte trifft sich der Arbeitskreis regelmäßig im Landratsamt in Freising oder zu vor-Ort-Terminen in den Isarauen.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Freising e.V.

Ansprechpartner: Matthias Maino (Matthias.Maino@kreis-fs.de)


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Projektname: Heiden im Münchner Norden

Beschreibung: Die Heiden im Münchener Norden sind Relikte einer ehemals 15.000 ha großen Steppenheide. Das NSG Garchinger Heide hat wegen seiner Vielfalt von Flora und Fauna mitteleuropäische Bedeutung. Ziel des Projektes ist es, die Heidereste langfristig zu sichern, zu erweitern und durch ein Biotopverbundsystem mit dem Mallertshofer Holz und der Dietersheimer Brenne zu verknüpfen. Die Förderung der Hüteschafhaltung sowie eine Extensivierung angrenzender landwirtschaftlicher Flächen kommen als flankierende Maßnahmen dazu. Seit 1993 wurden großflächig Kalkmagerrasen auf ehemaligen Ackerflächen durch Mähgutübertragung entwickelt (rund 35 Hektar), die Entwicklung weiterer 20 bis 30 Hektar ist in den nächsten Jahren geplant. Aufbau eines Ackerwildkrautreservates seit dem Jahr 2000. Anlage von lichten Eichen-Kiefernwäldern geplant. Erhaltung der lichten Kiefern-Eichenwälder und Grasheiden im NSG Mallertshofer Holz mit Heiden in Zusammenarbeit mit Staats- und Bundesforstverwaltung. Nähere Informationen in der Broschüre des Heideflächenvereins. Zahlreiche Publikationen. Ihm Rahmen eines E+E-Vorhabens wurde zwischen 1992 und 2002 die Entwicklung der Heiden dokumentiert. Das Monitoring wird seither mit anderen Mitteln weitergeführt.

Projektträger: Eigener Verein: Heideflächenverein Münchener Norden e.V.

Ansprechpartner: Christine Joas (info@heideflaechenverein.de)

weitere informationen: http://www.heideflaechenverein.de


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Projektname: Grünseiboldsdorfer Au

Beschreibung: Trockenlebensraum-Komplex mit landesweiter Bedeutung. Erhaltung halboffener alluvialer Kalkmagerrasen (Flussschotterheiden), Wiederherstellung des Verbundes mit wärmegetönten Gebüschformationen und lichten, kiefern- und eichendominierten Auwald-Typen. Möglicherweise Modellprojekt für die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Forst im Bereich der Pflege der Flussschotterheiden des Alpenvorlandes.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Freising e.V.

Ansprechpartner: Matthias Maino (Matthias.Maino@kreis-fs.de)


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Projektname: Freisinger Ampertal

Beschreibung: Großflächiger Lebensraumkomplex von überregionaler, teilweise auch landesweiter Bedeutung. Ziel: Erhaltung wertvoller Reliktflächen, Wiederherstellung eines intakten Biotopnetzes mit enger Verzahnung von Quell-, Niedermoor- und Auestandorten, Erhaltung der gebietstypischen Artenausstattung (Biodiversität). Erhaltung und Wiederbelebung traditioneller Landnutzungsformen. Naturnahe bis natürliche Entwicklung des Fließgewässers, in geeigneten Teilbereichen auch durch Rückverlegung oder Auflassung vorhandener Deiche bzw. Entfernen von Uferversteinungen.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Freising e.V.

Ansprechpartner: Matthias Maino (Matthias.Maino@kreis-fs.de)

weitere informationen: https://www.kreis-freising.de/buergerservice/abteilungen-und-sachgebiete/amt-fuer-naturschutz-und-la


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Projektname: Wechselkröte im Raum München

Beschreibung: Die Wechselkröte ist eine der am stärksten vom Aussterben bedrohten Arten Bayerns. Seit den 1970er Jahren ist der Bestand von damals geschätzten 5.000 Tieren im Raum München, der das Bayern weite Schwerpunktvorkommen beherbergt, auf aktuell etwa 1.000 Tiere zurückgegangen - ein Verlust von rund 80 %! Deshalb haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und das Bayerische Landesamt für Umwelt beschlossen, ein Artenhilfsprogramm für die Amphibienart aufzulegen. Für den Raum München wurde ein Grobkonzept erarbeitet, das im Rahmen des 350. BayernNetz Natur-Projektes umgesetzt werden soll. Die Ziele des Projekts sind: - Erhaltung der noch vorhandenen Kernvorkommen - Erhaltung und Optimierung von potenziell geeigneten Flächen - Neuschaffung von Wechselkrötenhabitaten auf Potenzialflächen - Sicherung von Verbund- und Wanderachsen - wo möglich Entwicklung von Hilfestellungen zur Überwindung von Barrieren.

Projektträger: Naturschutzverband: LBV, KG München

Ansprechpartner: Christian Köbele (c-koebele@lbv.de)

weitere informationen: https://www.lbv-muenchen.de/unsere-themen-lbv-muenchen/amphibienschutz-lbv-muenchen/artenhilfsprojek


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Projektname: Allen Unkenrufen zum Trotz: Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zum landfr

Beschreibung: Die Gelbbauchunke ist deutschlandweit stark gefährdet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer langfristigen Strategie zum Schutz der Art in den Landkreisen Altötting, Erding, Freising, Mühldorf, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen. Hier soll der Habitatverbund wiederhergestellt werden. Zentrales Element ist dabei die Entwicklung einer langfristigen Strategie zur regelmäßigen Neuschaffung bzw. angepassten Nutzung ephemerer Lebensräume im Alltag. Wesentlich ist deshalb die Einbindung verschiedener Land-Nutzergruppen und wichtiger Flächeneigentümer, die durch geeignete Kommunikationsstrukturen angesprochen und zur Realisierung von unkenfreundlichem Verhalten im Alltag angeregt werden sollen. Durch den Aufbau eines lokalen Patensystems soll auch die Betreuung einzelner Vorkommen nachhaltig gesichert werden. Das Projekt umfasst Maßnahmen zur Wiederherstellung und Neuschaffung von Laichhabitaten (z. B. durch Beweidung, Dynamisierung von Auen etc.) und die Umsetzung eines umfassenden Konzepts zur Öffentlichkeitsarbeit. Die wesentlichen Vorhabensziele sind: 1. Verankerung des Schutzes der Gelbbauchunke und ihrer ephemeren Lebensräume als Selbstverständlichkeit im täglichen Handeln. 2. Verbesserung des öffentlichen Bewusstseins hinsichtlich der Gefährdung und des Schutzes der Gelbbauchunke und ihrer Lebensräume sowie der Bedeutung des Biotopverbundes als wesentliche Voraussetzung für die biologische Vielfalt. 3. Sicherung und Wiederherstellung einer langfrstig überlebensfähigen Metapopulation aus miteinander in Austausch stehenden Lokalpopulationen. 4. Entwicklung einer auch auf andere Gebiete übertragbaren Strategie zum Schutz der Gelbbauchunke und anderer gefährdeter Arten ephemerer Lebensräume.

Projektträger: Landkreis: Freising, Altötting, Neuburg-Schrobenhausen, Naturschutzverband: Bund Naturschutz

Ansprechpartner: Dr. Miriam Hansbauer (Dr.Miriam.Hansbauer@kreis-fs.de)