Günzburg - BayernNetzNatur-Projekte

774

Projektname: Reischenau

Beschreibung: Beckenlandschaft im Naturpark Augsburg - westliche Wälder. Niedermoor- und Aueböden, im Kerngebiet ein degradiertes Hochmoor. Ehemals großflächige Feucht- und Nasswiesen. Brutvorkommen von Kiebitz und Bekassine. Erfolge wurden v.a. bei der Grabenoptimierung als Libellenlebensraum (Helm-Azurjungfer) erreicht. Erfolgreiche Gewässerrenaturierung an der Zusam, dazu Quellrenaturierung. Biotopneuschaffungen auf Flächen öffentlichen Eigentums.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Günzburg, Naturparkverein: Augsburg - Westliche Wälder

Ansprechpartner: Herr Pfäffle (Hans-Christian.Pfaeffle@lra-a.bayern.de)


774

Projektname: Gundelfinger Moos

Beschreibung: Projekt wurde bis Juli 2007 mit dem Leipheimer Moos unter dem Projektnamen Schwäbisches Donaumoos geführt. Aufteilung in zwei Projekte aufgrund des unterschiedlichen Projektsstands erforderlich. Gleichzeitig Vergrößerung des Projektgebiets (NSG Gundelfinger Moos und größeres Umfeld). Im Zentralbereich des NSG teilweise stark verbuschte, ehemalige Handtorfstiche mit teils beweideten (Exmoor-Ponies und Rinder), teils ungenutzten Freiflächen sowie verstreut Streu- und Nutzwiesen, im genutzten Umfeld überwiegend Grünland, an drei Seiten von grösseren Kiesabbau-Arealen umgeben. Ziel: Erhalt und Entwicklung des Niedermoorkörpers, wertvoller Feucht- und Trockenstandorte, Erhöhung des Wasserdargebots, Aufbau und Etablierung einer standortgerechten, naturschutzorientierten Nutzung, Maßnahmen u.a.: Wasserzufuhr aus den Vollmer-Seen und Anstau des zentralen Hauptentwässerungsgrabens, Rückhaltung des ausströmenden Grund- und Oberflächenwassers, Entbuschung und Streuwiesenmahd, seit 1998 Beweidungsversuch mit Exmoor-Ponies und Ochsen, von 2003 bis 2014 mit Wald-Schafen, seit 2014 weiden dort auf ca. 8 ha Schottisch-Highlands. Die Weideflächen werden regelmäßig von Kiebitzen zur erfolgreichen Brut aufgesucht. Die Bekassine profitiert von den Maßnahmen im Besonderen, es erfolgt seit Anfang der 1990er eine Zunahme um ca. 200%, inzwischen Dauereinrichtung auf 26 ha. Seit 2011 Ankauf von Grundstücken für ein Flurneuordnungsverfahren i. R. der geplanten Wiedervernässung und Nutzungsoptimierung über das Programm KLIP 2050, seit 2015: Zusammenarbeit mit dem Thünen-Institut Braunschweig bei dem internationalen Projekt Optimierung der landwirtschaftlichen Moor-Nutzungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des Klimaschutzes (CAOS-Projekt), weiterhin geplant Mitarbeit am Projekt MOORuse der Hochschule Weihenstephan zur Entwicklung alternativer landwirtschaftlicher Nutzungen in vernässten Mooren sowie der Ausbau des alten Kieswerks am Vollmer See als Informations- und Begegnungsstätte (Landmarke Donaukies) Die ArGe Schwäbisches Donaumoos veröffentlicht regelmäßig sog. Infobriefe. Seit 2003 im mooseum (Forum Schwäbisches Donautal) Dauerausstellung zum Projekt. Von 2006 bis 2011 wurden in den FFH-Bereichen Maßnahmen zum Schutz der Vogelwelt und zur Besucherlenkung auch über das EU-LIFE-Natur-Projekt Schwäbisches Donautal finanziert. Es wurden u. a. 3,4 ha Flachmulden angelegt und eine Besucherlenkung mit Beobachtungsstellen etabliert. 2007 wurde das Faltblatt zum Projekt veröffentlicht (2014 wurde das Faltblatt neu aufgelegt). s. Literatur: Mäck, U. & Ehrhardt, H. (o.J.): Das Schwäbische Donaumoos und die Auwälder zwischen Weißingen und Gundelfingen ARGE Schwäbisches Donaumoos (2007): 15 Jahre ARGE Donaumoos mit Geschäftbericht 1999 - 2006. ARGE Schwäbisches Donaumoos (2016): Geschäftsbericht 1990 -2015 - 25 Jahre Arge Donaumoos.

Projektträger: Eigener Verein: ArGe Schwäbisches Donaumoos e.V.

Ansprechpartner: Dr. Ulrich Mäck (maeck@arge-donaumoos.de)

weitere informationen: http://www.arge-donaumoos.de/index.php?id=63


774

Projektname: Mindeltal

Beschreibung: Schwerpunkt des Projektes ist die Erhaltung und Optimierung der Wiesenbrüterlebensräume, die Optimierung der Habitatqualität für den Weißstorch und die Erhaltung und Vernetzung wertvoller Niedermoorreste. 2013 startete die Beweidung einer Ausgleichsfläche der Gemeinde Balzhausen durch eine kleine Herde Murnau-Werdenfelder-Rinder (6 Tiere).

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Günzburg

Ansprechpartner: Verena Weitmann (v.weitmann@lpv-guenzburg.de)


774

Projektname: Biotopverbund Unteres Günztal

Beschreibung: Das Projektgebiet umfasst im Wesentlichen den Talraum der Günz im Landkreis Günzburg Wesentliche Ziele des Projektes sind: - die Erhaltung und Förderung des Weißstrochs (Umsetzung des Storchenprogramms) - die Erhaltung und Optimierung der Niedermoorrestflächen, insbesondere der Kernflächen Taub- und Tauberried - die Entwicklung von Verbundflächen v.a. entlang der westlichen Günztalleite - Reaktivierung und Förderung der Flussdynamik, Verbesserung der Struktur und Durchgängigkeit - Sicherung des Bibers - Verbesserungen im Bereich der großen Stauhaltungen NSG Vogelfreistätte Oberegger Stausee und Waldstetter Stausee

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Günzburg e.V.

Ansprechpartner: Verena Weitmann (v.weitmann@lpv-guenzburg.de)


774

Projektname: Kammelaue

Beschreibung: Konzertierte Aktion von WWA, DLE und Naturschutzbehörden Anfang 90er mit Hauptzielrichtung Biotop-Optimierung, Beabsichtigte Weißstorch-Neuansiedlung in zwei Fällen binnen weniger Jahre gelungen. Aktueller Maßnahmenschwerpunkt sind regelmäßige Entbuschungen auf öffentlichen Flächen (Ankäufe im Rahmen der Flurneuordnung) durch den Landschaftspflegeverband

Projektträger: Sonstige Behörden: WWA Krumbach, Landschaftspflegeverband: Günzburg

Ansprechpartner: Herr Schmid (info@landkreis-guenzburg.de)


774

Projektname: Leipheimer Moos

Beschreibung: Projekt wurde bis Juli 2007 mit dem Gundelfinger Moos unter dem Projektnamen Schwäbisches Donaumoos geführt. Aufteilung in zwei Projekte aufgrund des unterschiedlichen Projektsstands erforderlich. Gleichzeitig Vergrößerung des Projektgebiets (NSG Leipheimer Moos und größeres Umfeld). Im NSG liegt Hochfläche mit umgebenden ehemaligen Handtorfstichen, Gebüschbereichen, teils schafbeweideten, teils ungenutzten Freiflächen sowie großem Streuwiesenkomplex (Fortsetzung nach Norden im NSG Langenauer Ried, BaWü), im Umfeld überwiegend Ackernutzung, entlang Biotopverbundachsen zum Gundelfinger Moos (s. Nr. 711) einige grössere, teilweise beweidete Grünlandareale. Ziel: Erhalt und Entwicklung des Niedermoorkörpers. Maßnahmen u.a.: Entbuschung, Wiesen- und Streuwiesenmahd (Einsatz differenzierter Technik wie z. B. Amphibienfahrzeuge), Etablierung einer Extensivbeweidung: seit 2010 weidet eine Herde Schottischer-Hochlandrinder im Naturschutzgebiet, derzeit auf bis zu 13 ha Fläche. Seit 2012 werden auf einer weiteren Weide von 6 ha im Sommer auch Wasserbüffel und zeitweise Exmoorponies eingesetzt. Seit 1991 partielle Wiedervernässung kleinerer Teilbereiche (ca. 20 ha), 2011 Beginn der grundlegenden Sanierung des Wasserhaushalts durch Zuleitung von Wasser aus der Nau (max. 90l/sec.) über eine 3,7 Kilometer lange Rohrleitung, Ziel: großflächige Wiedervernässung des NSG und Umfeld (inkl. Aufstauexperimente, ständige Überwachung durch hydrologische Messungen), über 75 Hektar Moorfläche wurden bereits flächig wiedervernässt. Außerdem geplant bzw. bereits umgesetzt: Einbau einer Dichtungsschürze zur Verringerung des Wasseraustroms, Aufstau des Grenzgrabens, weiterhin Mitarbeit beim Umbau des Mooswalds der Stadt Günzburg in einen standortgerechten Bruchwald mit Entwicklung eines Besucher-Informationspfades. Geplant ist die Mitarbeit am Projekt MOORuse der Hochschule Weihenstephan zur Entwicklung alternativer landwirtschaftlicher Nutzungen in vernässten Mooren sowie die Antragsstellung für den 2. Vernässungsbaustein Dauerstau Grenzgraben (ev. i. R. eines grenzübergreifenden Wiedervernässungsprojekts mit Baden-Würtemberg) Die ARGE Schwäbisches Donaumoos veröffentlicht regelmäßig sog. Infobriefe (seit 1998). Seit 2003 im mooseum (Forum Schwäbisches Donautal) Dauerausstellung zum Projekt. Von 2006 bis 2011 wurden Maßnahmen zum Schutz der Vogelwelt und zur Besucherlenkung auch über das EU-LIFE-Natur-Projekt Schwäbisches Donautal finanziert (FFH-Bereiche), hier u.a. Vogelbeobachtungsturm bzw. -hütte, weiterhin Bau von ca. 3 ha Flachwassersenken und Grabenaufweitungen. Entwicklung und Etablierung einer Besucherlenkung im NSG Leipheimer Moos mit Bau eines Bohlenwegs. 2007 wurde das erste Faltblatt zum Projekt veröffentlicht, 2014 erscheint eine Neuauflage. s. Literatur: Mäck, U. & Ehrhardt, H. (o.J.): Das Schwäbische Donaumoos und die Auwälder zwischen Weißingen und Gundelfingen ARGE Schwäbisches Donaumoos (2007): 15 Jahre ARGE Donaumoos mit Geschäftbericht 1999 - 2006. ARGE Schwäbisches Donaumoos (2016): Geschäftsbericht 1990 - 2015 - 25 Jahre ARGE Donaumoos. Mäck, U., 2015: Die Wiedervernässung des Leipheimer Mooses. S. 89 - 113. In Vischer-Leopold, M. et al.(Hrsg): Natura 2000 und Management in Moorgebieten. Naturschutz und biologische Vielfalt, Heft 140, Bundesamt für Naturschutz Bonn-Bad Godesberg

Projektträger: Eigener Verein: ArGe Schwäbisches Donaumoos e.V.

Ansprechpartner: Dr. Ulrich Mäck (maeck@arge-donaumoos.de)

weitere informationen: http://www.arge-donaumoos.de/index.php?id=62


774

Projektname: LIFE-Projekt Schwäbisches Donautal

Beschreibung: Das LIFE-Natur-Projektgebiet ist Teil der Vogelschutzgebiete (Schwäbisches Donaumoos, Donauauen, Wiesenbrüterlebensraum Schwäbisches Donauried) und umfasst Teile weiterer 6 pSCI (FFH). Es gehört zu den größten offenen Niedermoor- und Riedlandschaften des südlichen Mitteleuropas (Donauried). Das Projektgebiet hat eine Größe von über 7.400 ha. Hauptziel ist die Optimierung eines international bedeutsamen Vogelschutzgebietes. Wesentlich ist dabei die Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung der Brut- und Nahrungshabitate von 43 Vogelarten gemäß Anhang 1 der Europäischen Vogelschutzrichtlinie (darunter die prioritären Arten Crex crex und Botaurus stellaris) und die Optimierung als Nahrungs-, Rast- und Über-winterungshabitat für zahlreiche ziehende Vogelarten. Ziel ist außerdem die Erhaltung und Optimierung bzw. Wiederherstellung von insgesamt 6 FFH-Lebensraumtypen (davon 1 prioritär), die wichtige Habitate der Vogelarten darstellen. Das Gebiet hat eine zentrale Lage im mitteleu-ropäischen Vogelzug-Flyway (Südwestroute) und ist aufgrund der relativ geringen Dichte entsprechend geeigneter Zug- und Überwinterungsgebiete im südlichen Mitteleuropa von herausragender Bedeutung. Zusammenfassung der Projektergebnisse 2006 - 2011 (PDF): http://www.donautal-life-natur.de/images/stories/karten/zusammenfassung.pdf

Projektträger: Landkreis: Dillingen, Donauwörth, Günzburg, Donau-Ries, Gemeinde: Bächingen a.d. Brenz, Blindheim, Butterwiesen, Holzheim, Medlingen, Mertingen, Schwenningen, Tapfhei, Eigener Verein: ARGE Donaumoos e.V.

Ansprechpartner: Donautal-Aktiv e.V. (info@donautal-life-natur.de)

weitere informationen: http://www.donautal-life-natur.de/


774

Projektname: Der Schwäbische DonAUWALD - Auwaldverbund von nationaler Bedeutung

Beschreibung: Naturschutzgroßvorhaben im Rahmen des Wettbewerbs IdeeNatur

Projektträger: Eigener Verein: Donautal Aktiv e.V.

Ansprechpartner: Giorgio Demartin (demartin@donautal-aktiv.de)

weitere informationen: http://www.donautal-aktiv.de