Kitzingen - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Sandverbund zwischen Main und Steigerwald

Beschreibung: Sandlebensräume im Bereich der Steigerwaldhochfläche in engem Kontakt zu Feuchtwiesen in Talauen und Heckengebieten. Leitbild/Entwicklungsziele:- Nachhaltige Sicherung und Entwicklung des hochwertigen u. überregional bedeutsamen Arten- und Biotopbestandes, insbesondere der Sandlebensräume und deren Kontaktbiotope - Langfristige Ausweitung/Entwicklung extensiver Landnutzungsformen - Stärkung von Bewusstsein und Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Region durch naturbetonte Erholungsformen und Umweltbildungsmaßnahmen Maßnahmen: - Erhalt, Vernetzung und Förderung von Sandfluren - Aufbau eines Verbundsystems von Sand- und Feuchtlebensräumen - Sicherung der Ortolanvorkommen - Beratung der Landwirte beim Einsatz von Förderprogrammen bei der Flächenextensivierung - Maßnahmen zur Besucherlenkung und zur Umweltbildung

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Kitzingen (federführend), Bamberg

Ansprechpartner: Hartmut Brick (hartmut.brick@kitzingen.de)


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Projektname: Bachmuschel-Projekt Steigerwald

Beschreibung: Der Landschaftspflegeverband Mittelfranken hat die Trägerschaft dieses bezirksübergreifenden BayernNetz Natur-Projektes übernommen. Das Projektgebiet liegt im mittel- und unterfränkischen Teil des Steigerwaldes. Es beherbergt einen der zehn vitalsten und größten Bestände der vom Aussterben bedrohten Bachmuschel (Unio crassus) in Bayern. Um das Risiko des Aussterbens in Bayern zu verringern, soll zunächst der bereits besiedelte Lebensraum verbessert und dann die Vernetzung eines weiteren kleineren Vorkommens angestrebt und die Wiederansiedelung der Bachmuschel im Gewässereinzugsbereich der Aisch gefördert werden. Dazu sind vor allem folgende Maßnahmen notwerndig: Anlage von Uferstreifen und Bepflanzung, Flächensicherung, Wiederherstellung der Durchgängigkeit, Umwandlung von Acker in Grünland in der Aue, Renaturierung, Anlage von Erdfängen, Reduzierung des Bisams und zielgruppenorientierte Öffentlichkeitsarbeit. Inzwischen konnte durch Ankauf, Umgestaltung und teilweiser Brachlegung von Ufergrundstücken und Pfufferstreifen der Nutzungsdruck auf einen zunehmenden Teil der Ufergrundstücke genommen werden. Vor allem im Bereich des Hauptvorkommens der Bachmuschel konnten die meisten Flächen entlang des Baches angekauft und optimiert oder mit Hilfe der Agrarumweltprogramme extensiviert werden. Die Bisambekämpfung wurde intensiviert, aber es ist dauerhaft nötig, hier am Ball zu bleiben. Weitere Daueraufgaben sind die Pflege der angekauften Flächen und das Bibermanagement. Mehrere Wanderhindernisse, die die Ausbreitung der Bachmuschel verhinderten, wurden entschärft, so dass sie jetzt für die Wirtsfische besser durchgängig sind. Zu verschiedenen Fragestellungen im Projekt wurden 3 Bachelorarbeiten erstellt. 2010 und 2014 fanden Erfolgskontrollen statt, die eine Zunahme der Arten im Gebiet seit Beginn der Maßnahmen bestätigten. Außerdem wird eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit betrieben und es findet ein intensiver Austausch mit der Muschel-Koordinationstelle und anderen Bachmuschelprojekten statt.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Mittelfranken

Ansprechpartner: Doris Hofmann (hofmann@lpv-mfr.de)


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Projektname: Sandgrasheiden

Beschreibung: Ein bundesweiter Verbreitungsschwerpunkt von Sandmagerrasen liegt im Landkreis Kitzingen. Hier tritt er v.a. Östlich des Mains auf Terrassensanden sowie auf Flugsandfeldern und -dünen auf. Schwerpunkte sind dabei die Mainsande und -schotter im Unteren Maintal zwischen Kitzingen und Fahr. Die Mainfränkische Ausbildung (z.B. die Sandgebiete Elgersheimer Hof und Astheimer Sande) ist hinsichtlich ihrer Artenkombination einzigartig und hat wegen ihres Tier- und Pflanzenbestandes bundesweite Bedeutung. Neben Blauschillergrasfluren mit Silberscharte und Bergsteinkraut leben hier darüber hinaus viele bedrohte Wirbellose (z.B. Wildbienen, Weg- und Grabwespen). Das langfristige Ziel des Naturschutzes im Bereich der Sandmagerrasengebiete liegt in der Unterschutzstellung und Sicherung aller bestehenden Sandmagerrasen (Biotoperweiterungen, Vernetzungsmaßnahmen) und in der Entwicklung von weiteren Flächen auf potentiellen Standorten. Dabei ist die Einbeziehung der Kontaktgesellschaften ihrer Umgebung (z.B. Waldränder) unerlässlich.

Projektträger: Landkreis: Kitzingen, Landschaftspflegeverband: Kitzingen e.V.

Ansprechpartner: Hartmut Brick (naturschutz@kitzingen.de)


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Projektname: Südlicher Steigerwaldtrauf

Beschreibung: Ziel ist die Erhaltung aktuell genutzter Mittelwälder sowie die teilweise Rückführung ehemaliger, durchgewachsener Mittelwälder. (Rückführung in ordnungsgemäß bewirtschaftete Mittelwälder ist ohne die Rechtler nicht möglich.) Nicht nur Mittelwald! auch: - Feuchtstandorte (Frühlings-Enzian, Lungen-Enzian etc.) - Trockenstandorte (HTR, Hutung in Dornheim) - Streuobstbestände

Projektträger: Landkreis: Kitzingen, Landschaftspflegeverband: Kitzingen e.V.

Ansprechpartner: Dieter Lang (naturschutz@kitzingen.de)


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Projektname: Schwerpunktvorkommen Ortolan

Beschreibung: Das Vorkommen des Ortolans im Steigerwaldvorland ist als national bedeutsam einzustufen. Der Bestand im Lkr. Kitzingen (bis Ende der 1980er Jahre 275 singende Männchen, 2003 nur noch max. 184) stellt zusammen mit denen der Landkreise Schweinfurt, Würzburg und Neustadt a. d. Aisch die größte Population Mitteleuropas dar. Die größten Bestände wurden im Gebiet von Willanzheim und in den Gemarkungen Marktsteft gezählt. Bestehende Lebensräume und Brutgebiete des Ortolans sind naturschutzrechtlich zu sichern. Ziel ist des 150. BayernNetzNatur-Projekts ist der Schutz des Ökosystemtyps kleinparzellierte Ackerlandschaft mit Streuobst. Bei landwirtschaftlicher Nutzung der Flächen sind die verschiedenen Ansprüche der Art zu berücksichtigen. Durch die Wiederherstellung beeinträchtigter Lebensräume sowie die Entwicklung neuer Habitate an geeigneten Stellen soll der Bestand gesichert und weiter entwickelt werden. Im neuen Projektzeit raum ab 2006 sollen 3 Strategien verfolgt werden: 1. Ankauf und langfristige Pacht von Flächen in den Gebieten mit Kernvorkommen bzw. aktuellen Vorkommen des Ortolans. 2. Durchführung von Landschaftspflegemaßnahmen (Obstbaumpflanzungen, angepasste Ackernutzng, Randstreifen) auf und im Umfeld der Eigentumsflächen. 3. Durchführung von Sofortmaßnahmen im Umfeld von aktuellen Singstandorten.

Projektträger: Naturschutzverband: LBV

Ansprechpartner: Dieter Lang (dieter.lang@kitzingen.de)


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Projektname: Schlingnatter-Projekt Kitzingen

Beschreibung: Ziel des Projektes ist die Erhaltung und Vernetzung der Magerrasen, Weinbergsbrachen und Obstwiesen im mittleren Maintal mit seinen Seitentälern als Lebensraum für die Schlingnatter und weitere wertgebende Arten. Im Projekt sollen nur die Schlingnattervorkommen außerhalb des südlichen Steigerwalds einbezogen werden, andere sind in das Projekt 610 (Südlicher Steigerwaldtrauf) eingebunden . Maßnahmen: Offenhalten der Hänge durch Mahd

Projektträger: Landkreis: Kitzingen, Landschaftspflegeverband: Kitzingen e.V.

Ansprechpartner: Dieter Lang (naturschutz@kitzingen.de)


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Projektname: Feuchtlebensräume im Steigerwaldvorland und mittleren Maintal

Beschreibung: Ziel des Projektes ist die Pflege und Vernetzung der mehr oder weniger isolierten Feuchtlebensräume im Gebiet. Räumliche Schwerpunkte sind die Talräume von Breitbach, Schwarzach und Volkachbach sowie der Klosterforst. Maßnahmen: Pflege, Entwicklung und Schutz von Feuchtgebieten Schutzmaßnahmen für Amphibien (insbes. Laubfrosch, Kammmolch, Gelbbauchunke)

Projektträger: Landkreis: Kitzingen, Landschaftspflegeverband: Kitzingen e.V.

Ansprechpartner: Hartmut Brick (Hartmut.Brick@kitzingen.de)


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Projektname: Pilotprojekt Hutwaldbeweidung mit Schweinen

Beschreibung: In dem Pilotprojekt wurde eine Hutwaldbeweidung auf 5,82 ha (östlich von Hellmitzheim) mit Hausschweinen (Schwäbisch Hällisches Landschwein) durchgeführt werden. Ziel war die Überprüfung, ob sich Hausschweine in der Erhaltung von Hutwaldbeständen und deren Flora und Fauna sinnvoll einsetzen lassen und Erfahrung mit dieser Form der Beweidung zu sammeln. Das Pilotprojekt verlief so erfolgreich, dass inzwischen jährlich über 200 Schweine auf einer anderen, größeren Hutwald-Fläche weiden. Seit 2011 wird die Fläche nicht mehr mit Schweinen, sondern im Rahmen des LIFE+-Projekts Wälder. Wiesen. Wundervoll. mit Gelbvieh und seit 2012 auch mit Rothirschen beweidet.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: LPV Kitzingen e.V.

Ansprechpartner: Hans-H. Huss (info@eichelschwein.de)

weitere informationen: http://www.eichelschwein.de