Lichtenfels - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Beweidungskonzept Nördliche Frankenalb

Beschreibung: Mit dem Schafbeweidungskonzept Nördlicher Frankenjura wurde das 100. Projekt begonnen. Es dient der Erhaltung der Wanderschäferei als ursprüngliche Nutzungsform auf den naturschutzfachlich wertvollen Halbtrockenrasen und Wacholderheiden (zugleich kostengünstigste und effektivste Pflegeform). Aus landschaftskultureller wie auch aus finanzieller Sicht war dies der einzig sinnvolle Ansatz zum Schutz derartiger Flächen, da der Niedergang der Wanderschäferei die Hauptursache für den Rückgang der Halbtrockenrasen darstellt. Verbunden mit der Erhaltung der Wanderschäferei war auch die Erhaltung bzw. die Schaffung eines Biotopverbundsystems der Magerbereiche im nördl. Frankenjura. So wurden allein 1999 an über 25 Orten Entbuschungen durchgeführt. Das Projekt gilt aufgrund seiner naturschutzkonformen Vermarktung von Schaffleisch (Jura-Lamm) als beispielhaft.

Projektträger: Landkreis: Bamberg, Bayreuth, Kulmbach, Lichtenfels, Naturparkverein: Fränkische Schweiz- Veldensteiner Forst e.V.

Ansprechpartner: Siegfried Weid (siegfried.weid@reg-ofr.bayern.de)


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Projektname: Hüllweiher

Beschreibung: Gegenstand des Projektes war die Erhaltung und Sanierung der Hüllweiher in der gewässerarmen Nördlichen Frankenalb als Trittsteinbiotope zwischen den Albtälern.. Landkreis Bamberg: Die Hüllweiher sollten in Anlehnung an die Vorschläge des RS vom 16.02.93 saniert werden. Im Vordergrund stand die Entfernung von Müll und Unrat sowie die Uferrenaturierung. Landkreis Bayreuth: Erhaltung und Optimierung, teilweise auch Neuschaffung der aus kulturhistorischer und naturschutzfachlicher Sicht bedeutenden Hüllweiher auf der Hochfläche der Frankenalb. Diese meist kleinen, abflusslosen Stillgewässer sind als Trittsteinbiotope zwischen den westlichen und östlichen Albtälern zum Austausch von Flora und Fauna unerlässlich. In einer meist gewässerlosen Gegend stellen sie vielerorts die einzigen offenen Wasserflächen dar. Landkreis Kulmbach: Erhaltung, Sanierung bzw. Reaktivierung der Hüllweiher im Bereich der Nördlichen Frankenalb aus kulturhistorischer Sicht sowie als sehr seltene Feuchtbiotope für Amphibien etc. in einer wasserarmen Region.

Projektträger: Landkreis: Bayreuth, Forchheim, Kulmbach, Lichtenfels, Gemeinde: Städte Pottenstein, Staffelstein, Weismain, Landschaftspflegeverband: Bamberg, Forchheim e.V.

Ansprechpartner: Siegfried Weid (siegfried.weid@reg-ofr.bayern.de)


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Projektname: Biotopverbund Staffelberg-Spitzberg-Lerchenberg

Beschreibung: Trockenbiotope, Kalkscherbenäcker, Mesobrometen, Hecken, wärmeliebende Wälder sollen erhalten und vernetzt werden.

Projektträger: Landkreis: Lichtenfels

Ansprechpartner: Bernd Flieger (bernd.flieger@landkreis-lichtenfels.de)


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Projektname: Kalkberg

Beschreibung: Mit Kiefern bewachsene Magerrasen, Laubwälder, kleinteilige Kulturlandschaft soll als NSG Kalkberg-Theisenberg ausgewiesen werden - begleitender Flächenankauf und Magerrasenfreistellung, Schafbeweidung z.T. über VNP seit mehr als 10 Jahren Projektziele: Erhalt der offenen Kulturlandschaft am Kalkberg. mit Magerrasen, Durchgeführte/geplante Maßnahmen: Magerrasenfreistellung, Schafbeweidung, begleitender Flächenankauf

Projektträger: Gemeinde: Stadt Weismain, Landschaftspflegeverband: Lkr. Lichtenfels e.V.

Ansprechpartner: Manfred Rauh (m.rauh@spinnennetz.de)


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Projektname: Steinachtal/Linder Ebene und Thanner Grund

Beschreibung: Durch das Umsetzungsprojekt Steinachtal/Linder Ebene sollte ein länderübergreifendes Biotopverbundsystem zwischen Bayern und Thüringen aufgebaut werden. Dabei haben die naturnah entwickelten Fließgewässer, die regelmäßig überschwemmten Grünflächen entlang der Steinach und Föritz, eine Vielzahl verstreut liegender extensiv genutzter Fischteiche und kleiner Feuchtgebiete sowie die Brachestrukturen des ehemaligen Grenzstreifens für den Arten- und Biotopschutz besondere Bedeutung. Im Oktober 2003 wurde das Gebiet um den Thanner Grund erweitert. Projektziele im Thanner Grund waren die Erhaltung, Optimierung und Vernetzung wertvoller Feuchtlebensräume, insbesondere Sumpf- und Moorgebiete, die Verbesserung der Lebensraumqualität für Wiesenbrüter, die Erhaltung und Extensivierung von Teichen, die Schaffung von Kleingewässern sowie die Verbesserung von Lebensräumen für Amphibien in Abbaustellen. Zur Zielerreichung wurden mehrere Flächen im bayerischen und thüringischen Teil angekauft. Zur Dokumentation der Projekterfolge wurden u.a. Erhebungen von Vögeln, Libellen, Wasserkäfern durchgeführt. Diverse Exkursionen und Projektvorstellungen sollten das Projekt im Bewußtsein der Öffentlichkeit verankern.

Projektträger: Eigener Verein: Ökologische Bildungsstätte Oberfranken

Ansprechpartner: Stefan Beyer (naturschutzzentrum.mitwitz@t-online.de)

weitere informationen: http://www.oekologische-bildungsstaette.de/absp/


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Projektname: Schneybachtal

Beschreibung: Relativ störungsarmes Bachtal nördlich der Stadt Lichtenfels mit wertvollen Feuchtlebensräumen im Fränkischen Keuper-Lias-Land (Itz-Baunach-Hügelland). Charakteristische Lebensräume sind: Hochstaudenfluren, Großseggenriede, Röhrichte, Feuchtwiesen, Auwälder und kleinflächig auch Trockenstandorte. Ziel des Projektes ist die Erhaltung und Entwicklung des Feuchtgebiets als Lebensraum gefährdeter Arten wie Eisvogel, Blaukehlchen, Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Sumpfschrecke. Entwicklung eines funktionierenden Offenlandkorridors mit einem naturnahen Bachverlauf des Schneybaches Geplante/Durchgeführte Maßnahmen: Gezielte Ankäufe und Pachten, Projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, Erfolgskontrollen, Pflegemaßnahmen nach LNPR

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Lichtenfels

Ansprechpartner: Manfred Rauh (m.rauh@spinnennetz.de)


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Projektname: Trockenbiotopverbund Staffelberg

Beschreibung: Das etwa 50 km² große Projektgebiet liegt am Nordwestrand der Nördlichen Frankenalb im Landkreis Lichtenfels. Es umfasst die Gemeindegebiete Bad Staffelstein und Markt Ebensfeld. Die Kulisse bildet eine abwechslungsreiche, attraktive Kulturlandschaft mit einem kleinräumigen, eng verzahnten Mosaik aus hochwertigen Lebensraumtypen, vor allem Trockenbiotopen. Das aktuell noch vorhandene Arten- und Biotopinventar hat qualitativ und quantitativ überregionale bis landesweite Bedeutung. Über einen Trockenbiotopverbund, der in Teilbereichen gestärkt, wieder hergestellt oder neu aufgebaut werden muss, sollen die naturschutzfachlich wertvollen Standorte miteinander vernetzt werden. Projektziele: Entwicklung von Strategien und Möglichkeiten zur langfristigen Offenhaltung der Trockenstandorte über die Wiedereinführung traditioneller Landnutzungsformen. Erhalt, Förderung und Vernetzung von Halbtrockenrasen, Ackerwildkrautgesellschaften, Magerwiesen. Geplante/Durchgeführte Maßnahmen: Flächenkauf: Bisher ca. 20 ha Ankaufsflächen, weitere Flächen in Umsetzung Erfolgskontrollen/Fachplanungen: u.a. Triebwegekonzept Stublang und Beweidungskonzept. Erfassungen von Wendehals, Tagfaltern, Heuschrecken (insb. Schnarrschrecke und Feldgrille). Öffentlichkeits- Bildungsarbeit: Produktion und Ausstellung von Postern, Führungen mit Schulklassen, Pressearbeit, besonders erwähnenswert der Naturführer Unterwegs im Staffelbergjura Umweltgerechte Nutzungen: Wieder-Initiierung des Schäferstammtisches, Info-Flyer zur Landschaftspflege mit Ziegen und Schafen, Initiativen zur Heuverwertung (Umfrage an potenzielle Nutzer) Pflegemaßnahmen: u.a. Freistellungsmaßnahmen am Veitsberg, am Burgstall b. Dittersbrunn, am Birkenkopf, am Weinhügel b. Kaider.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Lichtenfels e.V.

Ansprechpartner: Manfred Rauh (m.rauh@spinnennetz.de)


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Projektname: Weidelandschaft Obermain – genussvoller Naturschutz

Beschreibung: Der Rückzug der Landwirtschaft aus naturschutzfachlich und kulturhistorisch bedeutsamen Landschaftsteilen ist nicht mehr zu übersehen. Das Projekt hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, alternative Nutzungsformen zur Offenhaltung ökologisch wertvoller Gebiete zu finden und gleichzeitig die Ziele des Arten- und Biotopschutzes weiter zu verfolgen. In der Region am Obermain soll dies durch Beweidung mit Großsäugern (z.B. Rindern) erfolgen. In einem ersten Schritt soll dies im Projekt beispielhaft umgesetzt werden. Vorgesehen sind sechs Weideprojekte mit sechs Partner-Landwirten als Weidetierhalter. Die Beweidung wird sowohl in Talräumen wie auch in Hanglagen stattfinden. Unterschiedliche Konzepte und eingesetzte Tierrassen sollen wichtige Erkenntnisse für alternative Beweidungsprojekte in ganz Oberfranken und darüber hinaus erbringen. Die geplante Fleischvermarktung zur nachhaltigen Sicherung der Beweidung soll mit Unterstützung einer etablierten Regionalinitiative aufgebaut werden. Maßnahmen zur Zielerreichung sind die Erarbeitung von Beweidungskonzeptionen, Aufbau einer Heugewinnung, Aufbau der Fleischvermarktung, Beweidung und Artenschutz, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Die Maßnahmen werden von einem Projektbetreuer koordiniert.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Lichtenfels e.V.

Ansprechpartner: Gerhard Hübner (gerhard.huebner@lpv-lkr-lichtenfels.de)