Stadt München - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Dachauer Moos

Beschreibung: Projekt zur Sicherung und Entwicklung des Naturraumes Dachauer Moos unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher und landwirtschaftlicher Belange sowie der Belange der Erholungsnutzung, beispielhafte Maßnahmen: Wiederherstellung von Streuwiesen, Wiederaufnahme der Streuwiesennutzung, Gewässerrenaturierung, Öffentlichkeitsarbeit. Faltblatt: http://www.verein-dachauer-moos.de/images/PDF/Faltblatt-Neues-Leben-im-Dachauer-Moos_2014-03-25.pdf

Projektträger: Gemeinde: Karlsfeld, Dachau, München, Naturschutzverband: Bund Naturschutz DAH, Landschaftspflegeverband: DAH, Eigener Verein: Verein Dachauer Moos e.V.

Ansprechpartner: Verein Dachauer Moos e.V. (info@verein-dachauer-moos.de)

weitere informationen: http://www.verein-dachauer-moos.de


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Projektname: Aubinger Moos

Beschreibung: Erstes BayernNetz Natur-Projekt im Stadtgebiet München, das vom Bund Naturschutz in Bayern e.V., dem Referat für Gesundheit und Umwelt und dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München (uNB) ins Leben gerufen wurde. Am 06.11.01 hat die Landeshauptstadt offiziell die Trägerschaft und damit die Grundfinanzierung des Projekts übernommen. Die untere Naturschutzbehörde koordiniert das Projekt, in enger Zusammenarbeit mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt. Die Stadt unterhält ein eigenes Umsetzungsteam. Dies berät Landwirte zu staatlichen Förderprogrammen. Das Aubinger Moos, Niedermoorgebiet am Westrand des Münchner Stadtgebiets, ist ein wichtiger Teil des Dachauer Mooses, es wird von zahlreichen Bächen durchflossen (Mittlere Mauke, Speckbach, Erlbach), sogar Niedermoorquellen (in Bayern sehr seltener Lebensraumtyp) und Kleinseggenried-Reliktstandorte sind hier innerhalb der Münchner Stadtgrenze noch zu finden. Ziel des Projektes ist die Erhaltung, Optimierung und Vernetzung der nur noch kleinflächigen Reste der typischen Niedermoorbiotope. Das Gebiet ist Lebensraum vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten von europaweiter Bedeutung, wie z.B. der Helm-Azurjungfer und des Kriechenden Selleries. Nach zwischenzeitlichem Stagnieren hat das Projekt seit 2009 wieder Fahrt aufgenommen. Seitdem werden von der Landeshauptstadt zwei Projektmanager beauftragt, die Aktionen für die Öffentlichkeit organisieren oder an Veranstaltungen teilnehmen (z.B. Grünes Klassenzimmer, Stadtviertelvorträge, Aubinger Höfe-Fest) sowie für die Beratung der Landwirte hinsichtlich VNP, Biotoppflegemaßnahmen etc. zuständig sind. Die Stadt hat einen jährlichen Stammtisch für Landwirte und Landnutzer mit Fokus Naturschutz eingerichtet, selbst kleinere Artenschutzmaßnahmen durchgeführt (Ansiedlung Sumpf-Gladiole, Hilfsmaßnahmen für den Dunkeln Wiesenknopf - Ameisenbläuling) und 2013 ein Pufferstreifenprogramm initiiert, an dem schon im selben Jahr bereits vier Landwirte teilnahmen. Der LBV pflegt jährlich mit Förderung über LNPR die verbliebenen Streuweisenrelikte, 2013 konnten die zentralen Erlbachwiesen (die letzten Kleinseggenrieder Münchens) auf Rodungsflächen mittels Heumulchsaat erweitert werden. Seit 2013 wird ein jährliches Monitoring div. Tier- und Pflanzenarten auf ausgewählten Flächen durchgeführt.

Projektträger: Landkreis: LH München

Ansprechpartner: Astrid Sacher (plan.ha4-naturschutz@muenchen.de)

weitere informationen: http://www.ohnes-schwahn.com/umweltplanung/umweltplanung-speziell/bayernnetznatur-umsetzungsteam-aub


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Projektname: Wechselkröte im Raum München

Beschreibung: Die Wechselkröte ist eine der am stärksten vom Aussterben bedrohten Arten Bayerns. Seit den 1970er Jahren ist der Bestand von damals geschätzten 5.000 Tieren im Raum München, der das Bayern weite Schwerpunktvorkommen beherbergt, auf aktuell etwa 1.000 Tiere zurückgegangen - ein Verlust von rund 80 %! Deshalb haben das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz und das Bayerische Landesamt für Umwelt beschlossen, ein Artenhilfsprogramm für die Amphibienart aufzulegen. Für den Raum München wurde ein Grobkonzept erarbeitet, das im Rahmen des 350. BayernNetz Natur-Projektes umgesetzt werden soll. Die Ziele des Projekts sind: - Erhaltung der noch vorhandenen Kernvorkommen - Erhaltung und Optimierung von potenziell geeigneten Flächen - Neuschaffung von Wechselkrötenhabitaten auf Potenzialflächen - Sicherung von Verbund- und Wanderachsen - wo möglich Entwicklung von Hilfestellungen zur Überwindung von Barrieren.

Projektträger: Naturschutzverband: LBV, KG München

Ansprechpartner: Christian Köbele (c-koebele@lbv.de)

weitere informationen: https://www.lbv-muenchen.de/unsere-themen-lbv-muenchen/amphibienschutz-lbv-muenchen/artenhilfsprojek


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Projektname: NaturErholung Isartal im Süden von München

Beschreibung: Die Isaraue zwischen der Landesgrenze bei Scharnitz und der Landeshauptstadt München gehört trotz anthropogener Veränderungen zu den letzten und großflächigsten Wildflusslandschaften in Mitteleuropa. Insbesondere wegen der bewegten Topographie, der enormen Vielfalt und Verzahnung von unterschiedlichen Lebensräumen und der herausragenden Artenvielfalt sowie seiner Funktion als Wanderachse zwischen den Alpen und der Donauregion, ist der Talraum von herausragender naturschutzfachlicher Bedeutung. Das Projekt konzentriert sich auf das Teilgebiet zwischen Ickinger Au/Dürnsteiner Brücke und Marien-Klausenbrücke auf dem südlichen Gebiet von Landkreis und Landeshauptstadt München. Der engen Verzahnung verschiedenster Biotoptypen wie naturnahe Fließgewässer, Kiesbänke und -inseln, Still- und Altwasserbereiche, Staudenfluren, Magerrasen, Felsen, Gebüsche und Auwaldreste sowie Hang- und Schluchtwälder verdankt das Gebiet eine außergewöhnlich hohe biologische Vielfalt. Gleichzeitig ist die abwechslungsreiche und reizvolle Landschaft auch ein beliebter und Erholungsraum, der von den unterschiedlichsten Freizeitnutzern aufgesucht wird. Insbesondere seit der Isarrenaturierung ist der Talraum noch attraktiver geworden und zieht vermehrt Erholungssuchende und Freizeitsportler an. Die Interessenkonflikte zwischen Naturschutz und Erholungsnutzung in dem naturschutzfachlich hochwertigen und sensiblen Talraum nehmen seit Jahren zu. Mit der Resolution zum Schutz des oberen Isartals wurde ein erster Schritt zwischen Landeshauptstadt und Landkreis München und verschiedenen Sport- und Naturschutzverbänden begangen, dem jetzt eine rasche Umsetzung folgen soll. Die Zielsetzung, eine Sicherung des naturschutzfachlich herausragenden Isartals durch ein verträgliches Miteinander von Naturschutz und Erholung soll durch die Erarbeitung und Umsetzung einer mit allen relevanten Beteiligten abgestimmten Besucherlenkung durch ein interdisziplinäres Projektteam realisiert werden. Am Beispiel zweier Nutzergruppen - Mountainbiker und Trail Runner sollen eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit und begleitende Umweltbildungsmaßnahmen umgesetzt werden. Mit Unterstützung des Bayer. Naturschutzfonds soll in den nächsten 3 Jahren die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit weiteren Nutzergruppen geschaffen werden.

Projektträger: Landkreis: München, Stadt München

Ansprechpartner: Michael Wagner (michael.wagner@lra-m.bayern.de)

weitere informationen: http://www.biken-isartal.de/