Neuburg-Schrobenhausen - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Donaumoos

Beschreibung: Mit einer Fläche von ursprünglich 180 km² und heute noch 120 km² ist das Donaumoos das größte Niedermoor Süddeutschlands. Bis 1790 war es ein weitgehend unzugänglicher Sumpf mit bis zu 10 Meter Torfmächtigkeit. Erst nach der Vereinigung des Herzogtums Neuburg mit dem Kurfürstentum Bayern unter Kurfürst Karl Theodor 1777 war an eine Trockenlegung und Kultivierung dieser Moorlandschaft zu denken. In den Jahren 1790 bis 1793 wurden insgesamt 473 km Kanäle und Gräben angelegt, die erst eine Besiedelung und landwirtschaftliche Nutzung ermöglicht. Entwässerung und intensive landwirtschaftliche Nutzung führt zu starker Mineralisierung des Torfkörpers und zum Verlust moortypischer Lebensgemeinschaften. Als Grundlage für die umfassende Sanierung des Moorgebiets gab der Donaumoos-Zweckverband 1997 das Entwicklungskonzept Donaumoos in Auftrag. Nachdem die niedermoortypische Vegetation aus dem Donaumoos fast vollständig verdrängt worden ist, liegt der naturschutzfachliche Schwerpunkt auf den Grünlandgebieten mit ihren bedeutenden Wiesenbrütervorkommen und auf den kleinen Nasswiesenflächen mit ihren hohen Vorkommen seltener Pflanzenarten. Ziele: - Erhaltung und Entwicklung regional bedeutender Wiesenbrüterlebensräume - Sicherung und Pflege ökologischer Sonderstandorte zur Förderung seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten - Entwicklung einer niedermoorverträglichen Landnutzung unter Ausweitung der extensiven Grünlandnutzung - Verhinderung der Torfmineralisation durch Wiedervernässung des entwässerten Moorkörpers Bereits durchgeführte Maßnahmen: - Durchführung von Pflegemaßnahmen zur Wiedereinführung der traditionellen Feuchtwiesennutzung - Aufbau eines Biotopverbundes durch Abpufferung und Vernetzung der rezenten, artenreichen Niedermoorwiesen - Schaffung von Nahrungsbiotopen für den Weißstorch und verschiedene Wiesenbrüterarten - Verschluss von Drainagen zur Erhöhung des Grundwasserstandes - Einrichtung von extensiven Weiden im Wiesenbrütergebiet

Projektträger: Landkreis: Aichach-Friedberg, Neuburg-Schrobenhausen, Sonstige: Zweckverband Donaumoos

Ansprechpartner: Pankraz Wechselberger (info@haus-im-moos.de)

weitere informationen: http://www.donaumoos-zweckverband.de


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Projektname: Schrobenhausener Sanddünen

Beschreibung: Für den Erhalt der Artenvielfalt im Naturraum Landböden ist die Pflege und Entwicklung der ökologisch wertvollen Flugsandgebiete und Sandmagerrasen nötig. Für die Ausbreitung stark gefährdeter wärme- und trockenheitsliebender Arten dienen die Flugsanddünen mit ihren seltenen Sandmagerrasen und Silbergrasfluren als Lebensraum. Durch die natürliche Waldentwicklung, nachdem traditionelle Nutzungsformen wie Waldweide, Streunutzung, usw. unterblieben wurden diese Gebiete auf minimale Reste zurückgedrängt und sind zudem durch Düngereintrag, Sukzession und Aufforstung erheblich gefährdet Ziele: - Erhalt und Entwicklung der Flugsandgebiete bei Gröbern, Sandhof und Haid am Rain - Entwicklung von Vernetzungsachsen und Trittsteinbiotopen für wärme- und trockenheitsliebende Organismen - Erhöhung der Strukturvielfalt zwischen den landwirtschaftlich genutzten Flächen als Grundlage für den Erhalt der Artenvielfalt und zur Förderung der Erholungseignung der Landschaft - Schaffung zusätzlicher Einkommensmöglichkeiten für Landwirte Bereits durchgeführte Maßnahmen: - Bestandsaufnahme gefährdeter Tier- und Pflanzenarten - Erstellung eines Pflege- und Entwicklungskonzepts für die Sanddünen - Pflege und Neuschaffung von offenen Sandflächen, Silbergrasfluren und Sandmagerrasen durch ortsansässige Landwirte - Ankauf von wertvollen Dünenbereichen, Entfernung standortfremder Gehölze - Wiederaufnahme traditioneller Waldbewirtschaftungsformen auf Kleinflächen (Streunutzung, Plaggen, ...) I

Projektträger: Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen

Ansprechpartner: Siegfried Geißler (siegfried.geissler@lra-nd-sob.de)

weitere informationen: http://www.neuburg-schrobenhausen.de/index.php?id=1365,95


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Projektname: Wellheimer Trockental

Beschreibung: Durch Pflege und Wiederaufnahme der traditionellen Schafbeweidung ist es möglich die alten, von Wanderschäfern geprägten Wachholderheiden des Wellheimer Trockentales zu bewahren. Infolge jahrhundertelanger Schafbeweidung haben sich vor allem an den flacheren Hängen die für das fränkische Jura typischen Wachholderheiden mit einer überregional bedeutenden Tier- und Pflanzenvielfalt entwickelt. Durch mangelnde Rentabilität sind heute einerseits die letzten Arbeitsplätze in der Wanderschäferei gefährdet. Andererseits drohen die ökologisch wertvollen Magerrasen nach Aufgabe der Nutzung zu verbuschen und damit ihre charakteristische Artenvielfalt zu verlieren. Ziele: - Aufbau eines Verbundsystems für die Magerrasen des Wellheimer Trockentales - Sicherung und Entwicklung der Wachholderheiden als Lebensräume gefährdeter Tier- und Pflanzenarten - Pflege der ökologischen Sonderstandorte durch Erhalt und Wiederaufnahme der traditionellen Wanderschäferei - Erhalt von Arbeitsplätzen in der Hüteschafhaltung - Aufbau einer Qualitätsvermarktung für Schaffleisch - Erhalt und Entwicklung des reizvollen Landschaftsbildes als Grundlage für den regionalen Tourismus - Schaffung zusätzlicher Erwerbsmöglichkeiten für Landwirte durch Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten auf den Bauernhöfen Bereits durchgeführte Maßnahmen: - Durchführung von Pflegemaßnahmen zur Wiederherstellung der traditionellen Nutzung wie Entbuschung, Mahd, ... - Aufbau eines Biotopverbunds durch Vernetzung der Wachholderheidereste - Schaffung neuer Triftwege für die Wanderschäfer

Projektträger: Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen

Ansprechpartner: Siegfried Geißler (siegfried.geissler@lra-nd-sob.de)

weitere informationen: http://www.neuburg-schrobenhausen.de/index.php?id=1436,95


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Projektname: Paartal

Beschreibung: Das Paartal zeichnet sich durch zahlreiche naturnahe Wiesenbäche, Gräben und Altwässer aus und bietet deshalb einen wichtigen Lebensraum für viele gefährdete, wiesenbrütende Vogelarten aber auch für andere seltene Tier- und Pflanzenarten. Landwirtschaftlich können große Bereiche wegen der feuchten Bodenverhältnisse und der auftretenden Überschwemmungen nur als extensives Grünland genutzt werden. Ziel des Projektes ist es den landesweit bedeutsamen Lebens- und Entwicklungsraum Paartal sowohl für den Arten- und Biotopschutz wie auch als Lebens- und Erholungsraum zu erhalten und zu entwickeln. Dabei sind insbesondere gefährdete Arten wie das Pyrenäen-Löffelkraut, Weißstorch und Großer- Brachvogel zu berücksichtigen. Geeignete Maßnahmen: - Sicherung und Pflege ökologischer Sonderstandorte zur Förderung seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten - Entwicklung und Erhaltung wichtiger Wiesenbrüterlebensräume - Wiederansiedelung des Weißstorches - Entwicklung einer niedermoorverträglichen Landnutzung und Schaffung zusätzlicher Einkommensmöglichkeiten für Landwirte in der Landschaftspflege - Entwicklung der Paarauen als regionales Naherholungsgebiet Bereits durchgeführte Maßnahmen: - Erstellung eines Pflege- und Entwicklungskonzepts - Durchführung von Pflegemaßnahmen zur Wiedereinführung der traditionellen Feuchtwiesennutzung wie Entbuschung, Mahd - Schaffung von Nahrungsbiotopen für den Weißstorch - Umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit zur Information der lokalen Bevölkerung

Projektträger: Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen, Gemeinde: Stadt Schrobenhausen, Gde Waidhofen

Ansprechpartner: Siegfried Geißler (siegfried.geissler@lra-nd-sob.de)

weitere informationen: http://www.neuburg-schrobenhausen.de/paartal/paartal.htm


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Projektname: Brennen in den Donauauen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Beschreibung: Gegenstand des Projekts ist die Freistellung und Pflege der Brennenstandorte in den Donauauen

Projektträger: Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen

Ansprechpartner: Siegfried Geißler (siegfried.geissler@lra-nd-sob.de)

weitere informationen: http://www.neuburg-schrobenhausen.de/index.php?id=1367,95


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Projektname: Gerolfinger Eichenwald

Beschreibung: Die parkartige Landschaft des Gerolfinger Eichenwaldes mit ihrem kleinräumigen Nebeneinander unterschiedlicher Lebensräume ist eine Folge der dynamischen Kräfte der Donau und der jahrhundertealten Nutzung durch den Menschen. Im Rahmen des BayernNetz Natur-Projektes soll das breite Lebensraumspektrum - von der Naturlandschaft der Auwälder bis zu der parkartig aufgelichteten Kulturlandschaft - erhalten und optimiert werden. Dabei sollen althergebrachte Wirtschaftsweisen wie z. B. die Mittelwaldbewirtschaftung und die extensive Grünlandnutzung zum Einsatz kommen. 2003/2004 wurden Gehölzinseln gepflanzt und Brennenstandorte entbuscht.

Projektträger: Landkreis: kreisfreie Stadt Ingolstadt, Landkreis

Ansprechpartner: Thomas Schneider (thomas.schneider@ingolstadt.de)

weitere informationen: http://www.ingolstadt.de/expo/eichenwald_kapitel_00_de.htm


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Projektname: Auenkonzept Donau

Beschreibung: 1995 beschloss der Ingolstädter Stadtrat, mit finanzieller Unterstützung des LIFE-Programmes der EU , eine Machbarkeitsstudie zur Wiedervernässung der Donau-Auen zwischen Neuburg und Ingolstadt in Auftrag zu geben. Die Studie wurde vom Auen-Institut des WWF bearbeitet (http://www.ingolstadt.de/expo/uebersicht_auenkonzept_de.htm). Die Stadt Ingolstadt und der Lkr. Neuburg-Schrobenhausen haben eine Arbeitsgemeinschaft Auenrenaturierung gegründet. Eine Projektsteuergruppe Renaturierung der Donau-Auen zwischen Neuburg und Ingolstadt ist mit der Umsetzung der Auenstudie befasst. Näheres in der von der Stadt Ingolstadt herausgegebenen Broschüre u. Faltblatt, Arbeitsgemeinschaft, 2005 lief die Planfeststellung, Umsetzung erster größerer Maßnahmen 2006. Inzwischen wurde das auf Betreiben des LKr. ND das Auenzentrum Neuburg gegründet, dazu gehören das Aueninsitut (Außenstelle der KA Eichstätt, Aufgabe: Forschung), sowie ein geplnates Infozentrum und Auenforum (Aufgabe: Information)

Projektträger: Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen, Stadt Ingolstadt, Sonstige Behörden: WWA Ingolstadt, Sonstige: Arbeitsgemeinschaft Stadt und Landkreis

Ansprechpartner: Siegfried Geißler (siegfried.geissler@lra-nd-sob.de)

weitere informationen: http://www.ingolstadt.de/donauauen/


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Projektname: Paaraue zwischen Oedmühle und Unterbernbach

Beschreibung: Entwicklung und Optimierung auf der Basis eines fachlichen Konzepts (Haase & Söhmisch). Seit Herbst 1999 Förderung über das EU-Programm LEADER II. Bisherige Maßnahmen: Grabenaufweitungen (z.T. erfolgreiche Wiederbesiedlung mit Cochlearia pyrenaica), Anlage von Flutrinnen, Anlage von Kleingewässern, Grabenpflege zum Schutz von Coenagrion ornatum, Mähgutausbringung zur Neuschaffung von Streuwiesen. Im Rahmen des LEADER II-Projektes sollen Gewässer- u. Niedermoorrenaturierungen, spezielle Artenschutzmaßnahmen, Anlage von Blänken und Seigen, Grabenaufweitungen, Öffnung von Verrohrungen erfolgen. Die Umweltbildung stellt einen wichtigen Schwerpunkt des Projektes dar. Über einen Paartalwanderweg und geführte Wanderungen sollen die wertvollen Lebensräume mit ihren Tieren und Pflanzen den Besuchern und der ortsansässigen Bevölkerung nahe gebracht werden. Weitere Planungen: Beweidung der Talaue (Paartalrind), Aufbau einer Heubörse. Hochwasserausleitung am Schreierbach zur Bachrenaturierung und Lebensraumoptimierung Weißstorch (pot. (!) Brutvogel) abgeschl. (Ges. kosten: 61 TDM, davon 4 TDM 5B-Mittel). Im Frühjahr 2000 Ankauf von 0,9 ha zw. Oedmühle und Unterbernbach mit 20.000 DM vom Fonds gefördert.

Projektträger: Landkreis: Aichach-Friedberg, Gemeinde: Markt Kühbach, Stadt Aichach

Ansprechpartner: Thomas Kaeuffer (thomas.kaeuffer@lra-aic-fdb.de)


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Projektname: Allen Unkenrufen zum Trotz: Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zum landfr

Beschreibung: Die Gelbbauchunke ist deutschlandweit stark gefährdet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer langfristigen Strategie zum Schutz der Art in den Landkreisen Altötting, Erding, Freising, Mühldorf, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen. Hier soll der Habitatverbund wiederhergestellt werden. Zentrales Element ist dabei die Entwicklung einer langfristigen Strategie zur regelmäßigen Neuschaffung bzw. angepassten Nutzung ephemerer Lebensräume im Alltag. Wesentlich ist deshalb die Einbindung verschiedener Land-Nutzergruppen und wichtiger Flächeneigentümer, die durch geeignete Kommunikationsstrukturen angesprochen und zur Realisierung von unkenfreundlichem Verhalten im Alltag angeregt werden sollen. Durch den Aufbau eines lokalen Patensystems soll auch die Betreuung einzelner Vorkommen nachhaltig gesichert werden. Das Projekt umfasst Maßnahmen zur Wiederherstellung und Neuschaffung von Laichhabitaten (z. B. durch Beweidung, Dynamisierung von Auen etc.) und die Umsetzung eines umfassenden Konzepts zur Öffentlichkeitsarbeit. Die wesentlichen Vorhabensziele sind: 1. Verankerung des Schutzes der Gelbbauchunke und ihrer ephemeren Lebensräume als Selbstverständlichkeit im täglichen Handeln. 2. Verbesserung des öffentlichen Bewusstseins hinsichtlich der Gefährdung und des Schutzes der Gelbbauchunke und ihrer Lebensräume sowie der Bedeutung des Biotopverbundes als wesentliche Voraussetzung für die biologische Vielfalt. 3. Sicherung und Wiederherstellung einer langfrstig überlebensfähigen Metapopulation aus miteinander in Austausch stehenden Lokalpopulationen. 4. Entwicklung einer auch auf andere Gebiete übertragbaren Strategie zum Schutz der Gelbbauchunke und anderer gefährdeter Arten ephemerer Lebensräume.

Projektträger: Landkreis: Freising, Altötting, Neuburg-Schrobenhausen, Naturschutzverband: Bund Naturschutz

Ansprechpartner: Dr. Miriam Hansbauer (Dr.Miriam.Hansbauer@kreis-fs.de)