Landkreis Nürnberger Land - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Biotopverbund im Nürnberger Reichswald

Beschreibung: Inhalt des Projektes ist die Erhaltung und Verbesserung des Bestandes an nicht genutzten Bäumen im Sinne von Biotopbäumen. Dazu sichert der Forstbetrieb Nürnberg durch eine entsprechende Erfassung (mit GPS) und Markierung alle Spechtbäume. Die Spechtbäume werden von Nadelhölzern freigestellt. An Wegen werden an den Spechtbäumen Verkehrssicherungsmaßnahmen durch Kronenpflege durchgeführt. Zusätzlich sollen langfristig zudem 4 - 5 Bäume/ha aus der Nutzung genommen werden. Bislang wurden in der Forstdienststelle Heroldsberg (R3) und auf Teilflächen in der Forstdienststelle Buchenbühl (R2) Uralt-/Alteichen, Anwärter für Uralt-/Alteichen, Schwarzspechtbäume, weitere Altbäume in VJN (Verjüngungsnutzungen) und AD (Altdurchforstungen) kartiert und dokumentiert.

Projektträger: BaySF: FB Nürnberg, FB Allersberg

Ansprechpartner: Harald Hesselbach (Harald.Hesselbach@REG-MFR.Bayern.de)


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Projektname: SandAchse Franken

Beschreibung: Gemeinschaftsprojekt von BN, DVL/LPV Mittelfranken, LBV, Landkreisen und Städten. 1999 wurde ein vom Bayerischen Naturschutzfonds finanziertes Rahmenkonzept durch BN und DVL in Auftrag gegeben, auf dessen Basis förderte der Naturschutzfonds dieses Großprojekt in den Jahren 2000 bis 2006. Projektschwerpunkte lagen v.a. in den Bereichen Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Renaturierung. Flächenerwerb und Pacht standen aufgrund der hohen Bodenpreise eher im Hintergrund. Zur Projektabwicklung wurde das Projektbüro SandAchse mit Sitz in Erlangen eingerichtet. Die Projektabwicklung in den kreisfreien Städten erfolgte über die SandAgentur. Die Gesamtkosten des Projektes lagen bei etwa 2,8 Mio. €, der Förderanteil des Bayer. Naturschutzfonds betrug rund 2,3 Mio. €, Eigenmittel der Verbände etwa 0,5 Mio. €. Seit 2006 Finanzierung durch die Akteure aus Eigenmitteln sowie Förderung von Einzelmaßnahmen. Die wesentlichen Projektziele waren der Erhalt und die Förderung von Sandlebensräumen, ihre Vernetzung zu einem Biotopverbund und die Verankerung der hohen Wertigkeit von Sandlebensräumen im Bewußtsein der Öffentlichkeit. Im Rahmen des Projektes konnten ca. 36 ha Fläche angekauft bzw. angepachtet werden. Zudem wurden Potenzialflächen erfasst, Raumanalysen sowie flächenscharfe Umsetzungs-/Pflegekonzepte erstellt, Kartierungen und Erfolgskontrollen zu Pflegemaßnahmen durchgeführt, eine Vielzahl an Führungen, Aktionstagen, Tagen der Artenvielfalt, Fortbildungen, Seminaren etc. vorbereitet und durchgeführt, Ausstellungen, Schautafeln, Broschüren, Faltblätter, eine Homepage sowie ein Film und ein eigenes Computer-Lernspiel erstellt und umweltgerechte Nutzungsformen gefördert. Mehr als 250 ha wurden über das Landschaftspflegeprogramm gepflegt, auf weiteren ca. 100 ha wurden in Zusammenarbeit mit den Kommunen und Wirtschaftsunternehmen innerhalb der Stadtgebiete Maßnahmen durch die Agentur SandAchse durchgeführt. Auch nach Abschluss des Naturschutzfonds-Projekts läuft das Projekt in kleinerem Umfang weiter Faltblatt: http://www.sandachse.de/Materialien/Faltblaetter/Faltblatt-Sandachse-Allgemein.pdf

Projektträger: Naturschutzverband: BN (bis 06`2005 federführend), Landschaftspflegeverband: LPV Mittelfranken

Ansprechpartner: Tom Konopka (tom.konopka@bund-naturschutz.de)

weitere informationen: http://www.sandachse.de


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Projektname: Ein jeder Baum nach seiner Art

Beschreibung: Naturschutzfonds-(Groß)projekt: Ausgangspunkt ist ein Artenhilfsprogramm zum Schutz endemischer Pflanzenarten (hier verschiedene Mehlbeeren-Arten), welches im Rahmen des Projektes auch auf andere Trockenlebensräume übertragen wurde. Beteiligt sind außerdem die Landkreise bzw. Landschaftspflegeverbände. Die Umsetzung auf örtlicher Ebene geschieht teilweise mit kirchlichen Gruppen. Die Umweltbildung ist ein wesentlicher Bestandteil des Projektes. Naturraum: Trauf und Hochfläche der Nördlichen Frankenalb

Projektträger: Eigener Verein: Schöpfung bewahren konkret e.V.

Ansprechpartner: Barbara Füchtbauer (fuechtbauer@gmx.de)


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Projektname: Dolomitkuppenalb bei Neuhaus/Pegnitz

Beschreibung: Dolomitkiefernwälder kommen nur in der Nördlichen Frankenalb vor und nehmen hier weniger als 1% der Waldfläche ein. Zusätzlich zu dieser natürlichen Seltenheit geht für diese Wälder Gefahr von zwei Seiten aus: Durch Aufgabe der traditionellen Nutzung (Streurechen, Waldweide) dringt die Fichte, abgesehen von reinen Südlagen, oft geschlossen vor. Die zweite Gefährdung besteht in Laubholzunterpflanzungen, die in den aus forstlicher Sicht minderwertigen Kiefernwäldern vorgenommen werden. Seit 1987 wurden allein in der Dolomitkuppenalb bei Neuhaus-Velden rund 22 ha Kiefernwald auf Gemeindegrund eingezäunt und mit Laubhölzern unterpflanzt. Durch die ungleich stärkere Beschattung der Laubbäume und die bodenverbessernde Wirkung der Laubstreu gehen diese Flächen als Lebensraum für die oben geschilderte Flora und Fauna verloren. Dolomitsandtrockenrasen sind vor allem durch Nutzungsintensivierung der angrenzenden Agrarflächen stark gefährdet. Hierzu zählen: Anpflügen, Sandentnahme, Gülle- und sonstiger Nährstoffeintrag, Ablagerung von Misthaufen. Auch durch Holzstöße vor südseitigen Waldrändern werden viele Trockenrasen vernichtet. Aufwachsende Kiefern wirken sich vielerorts ebenfalls nachteilig aus. Die Umsetzung der Maßnahmen zur Erhaltung der lichten Kiefernwälder und Magerrasen auf den Dolomitkuppen der Hersbrucker Alb hat sich der Landschaftspflegeverein Nürnberger Land e.V. zur Aufgabe gemacht. Mit großem Interesse und Aufgeschlossenheit wird er dabei von den Bediensteten des Forstamts Hersbruck unterstützt. Am Anfang des Projekts standen gemeinsame Exkursionen von Vertretern des Forstes und des Naturschutzes bei denen die Zielsetzungen und Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort diskutiert wurden. Hauptaufgabe der Forstbediensteten ist die intensive Beratung der privaten und kommunalen Grundstückseigentümer während der Landschaftspflegeverein versucht durch gezielte Entbuschungsmaßnahmen, z.B. auf Grundstücken des Marktes Neuhaus, den lichten Charakter der Kiefernwälder zu erhalten.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Landschaftspflegeverein Nürnberger Land e.V.

Ansprechpartner: Dr. Karl Rauenbusch (k.rauenbusch@nuernberger-land.de)


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Projektname: Weißenbrunner Sanddünen

Beschreibung: Gegenstand des Projektes ist die Erhaltung und Entwicklung offener Sandlebensräume im Bereich der Weißenbrunner Dünen in Zusammenarbeit mit dem Forstamt.

Projektträger: Landkreis: Nürnberger Land, BaySF: ehem. ALF Roth, Außenstelle Hersbruck

Ansprechpartner: Lena Bauer (natur@nuernberger-land.de)


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Projektname: Hutanger in der Hersbrucker Alb

Beschreibung: Charakteristisch für die Hutanger der Hersbrucker Alb ist die Vielfalt an Lebensräumen von der Felsheide bis zum Feuchtwald. Durch eine nachhaltig naturverträgliche Nutzung sollen die Lebensräume bedrohter Tier- und Pflanzenarten gesichert und das Kulturerbe bewahrt werden. Mittelfristiges Ziel ist es, eine großflächige, parkartige Weidelandschaft zu schaffen. Das Projekt wurde 1984 von der OG Hersbrucker Land des BN gemeinsam mit dem Bezirk Mittelfranken ins Leben gerufen. Wichtige Grundsätze bei der Umsetzung des Projektes sind die Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Bevölkerung und die Kooperationen mit Gemeinden, Behörden und verschiedenen Interessensgruppen. Bisherige Maßnahmen: Erstellung von 25 Pflege- und Entwicklungsplänen, kulturhistorische Bestandsaufnahme, Ankauf, Pacht bzw. naturschutzrechtliche Sicherung ausgewählter Anger. Durchführung von Landschaftspflegemaßnahmen gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Nürnberger Land und ortsansässigen Landwirten. Realisierung des Biotop- und Weideverbundes Kainsbachtal. Mittel- bis langfristiges Ziel ist die Erstellung und Umsetzung eines Beweidungskonzeptes (Triftweidesystem) mit weiteren Weideverbundsystemen zur Wiedereinführung der Rinderbeweidung auf ausgewählten Angern. Dazu wurde in den letzten Jahren auf 15 Hutangern wieder die Beweidung mit Rindern, Schafen und Ziegen eingeführt.

Projektträger: Naturschutzverband: Naturschutzzentrum Wengleinpark e.V. (BN)

Ansprechpartner: Rainer Wölfel (info@naturschutzzentrum-wengleinpark.de)

weitere informationen: http://hutanger.de


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Projektname: LIFE-Projekt Kalktuffquellen in der Frankenalb

Beschreibung: Life-Natur-Projekt Optimierung von Kalktuffquellen und deren Umfeld in der Frankenalb. Auf einer Projektfläche von insgesamt 5.706 ha wurden 56 Quellstandorte mit Kalktuffvorkommen revitalisiert bzw. verbessernde Maßnahmen im Umfeld der Quellen durchgeführt. Die Quellstandorte befinden sich in drei Projektgebieten die allesamt als Natura 2000-Flächen gemeldet sind. Wichtigstes Projektziel war die Optimierung der Quellstandorte. Dies sollte durch forstliche und landschaftspflegerische Maßnahmen wie Waldumbau standortfremder Bestockung, Schaffung von Pufferflächen, Beseitigung verschiedenartigster Verbauungen erreicht werden. Aus den Ergebnissen der Maßnahmenumsetzung wurden Grundlagen zur Renaturierung von Quelllebensräumen erarbeitet. Dazu wurde auch der Kontakt zu anderen europäischen Initiativen gesucht. Die Umsetzung der geplanten Einzelmaßnahmen zur Sicherung des Lebensraumtyps wurde Ende 2007 abgeschlossen.

Projektträger: Naturschutzverband: LBV

Ansprechpartner: LBV (info@lbv.de)

weitere informationen: http://www.kalktuffquellen.de


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Projektname: Albtraufprojekt Hersbrucker Alb – Biotopkomplex Blockschutthalden

Beschreibung: Mit diesem Projekt soll der Lebensraumkomplex Blockschutthalden in der Fränkischen Alb bei Hersbruck, der zu den Hot-Spots der Biologischen Vielfalt in Bayern gehört, erhalten werden. Das Projekt verfolgt das Ziel, die für die Hersbrucker Alb typischen Lebensräume des Albtraufs bei Hersbruck, die von einem eng verzahnten Mosaik von Pioniergesellschaften der offenen Kalksteinhalden bis zu alten urwaldähnlichen Wäldern geprägt sind, langfristig zu erhalten. Es sollen überlebensfähige Populationen von Pflanzen- und Tierarten von landesweiter Bedeutung gesichert werden. Zu den stark gefährdeten bzw. vom Aussterben bedrohten Zielarten gehören u.a. Gewöhnliche Gebirgsschrecke (Podisma pedestris), Rotflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda germanica), Apollofalter (Parnassius apollo) und Segelfalter. Nach Aufgabe der ehemaligen Niederwald- und Weidenutzung schreitet auf vielen Kalkschuttbergen die Verbuschung voran. Die Erhaltung und Entwicklung dieser gefährdeten Lebensräume soll mit Mitteln des Flächenankaufs, der Landschaftspflege und der Entwicklung neuer, kostengünstiger und nutzungsorientierter Pflegeverfahren erreicht werden. Dabei ist die Zusammenarbeit mit den Landnutzern (Land- und Forstwirtschaft, Jägerschaft, Fremdenverkehr etc.) besonders wichtig. Zur Information der Bevölkerung sind neben einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit auch Maßnahmen zur Besucherlenkung geplant. Der Bayerische Naturschutzfonds fördert das Projekt in einem Zeitraum von 5 Jahren (2010 bis 2015).

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Landschaftspflegeverein Nürnberger Land e.V., Eigener Verein: Naturschutzzentrum Wengleinpark e.V.

Ansprechpartner: Karl Heinlein (info@naturschutzzentrum-wengleinpark.de)

weitere informationen: http://www.naturschutzzentrum-wengleinpark.de