Oberallgäu - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Widdumer Weiher

Beschreibung: Zielsetzung des Projektes ist die Erhaltung und naturschutzfachliche Entwicklung des Widdumer Weihers mit seinen umgebenden Streuwiesen. Gebiet umfasst das FFH-Gebiet NSG Widdumer Weiher und Wasenmoos. Folgende Maßnahmen sind geplant: Entbuschungen, Entfernung von Schuttwegen, Besucherlenkung

Projektträger: Naturschutzverband: LBV (bis 2005), Landschaftspflegeverband: Kempten-Oberallgäu (seit Ende 2005)

Ansprechpartner: Peter Harsch (peter.harsch@web.de)


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Projektname: Hochlagenmoore im Hintereren Bregenzer Wald

Beschreibung: Die Moorgebiete im Piesenkopf-Gutswieser Tal und der Rohrmoos-Hirschgund-Aibele-Alpe zählen nach RINGLER (1981) zu den international bedeutsamen alpinen Moorgebieten des Oberallgäu. Der Bereich Piesenkopf-Gutswieser Tal bildet eine einzigartige, z.T. deckenmoorähnliche Hochplateau-Moorlandschaft mit interessanten morphologischen Strukturen, z.B. mit Torfterrassen und Dolinen. Diese größte Hochlagenvermoorung der bayerischen Alpen umfasst mehrere Plateau- und Sattelhochmoore. NUNNER & STADELMANN (in KUHN & BURBACH 1998) unterstreichen die Gefährdung der seltenen Moorlibellen durch Beweidung, insbesondere bei der vom Aussterben bedrohten Alpen-Mosaikjungfer (Aeshna caerulea) und fordern ein konsequentes Abzäunen geeigneter Lebensräume. Auf der Grundlage detaillierter Untersuchungen der Libellenfauna wurde 2001 die erste Auszäunung eines Moorkomplexes während der Weidesaison vorgenommen. In den kommenden Jahren sollen im Einvernehmen mit den Älplern weitere sensible Bereiche (insbesondere auch Karseen) von der Beweidung auszusparen.

Projektträger: Naturschutzverband: BN KG Kempten-Oberallgäu

Ansprechpartner: Julia Hayer (naturschutz@lra-oa.bayern.de)


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Projektname: Salmaser und Thaler Höhe, Kühberg, Hauchenberg

Beschreibung: Ziel des Projektes ist die Erhaltung, Optimierung und Vernetzung der Trocken- und Magerstandorte im Bereich der Molasserippen von Salmaser und Thaler Höhe, Kühberg und Hauchenberg.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Oberallgäu-Kempten

Ansprechpartner: Stefan Pscherer (stefan.pscherer@lra-oa.bayern.de)


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Projektname: Werdensteiner Moos

Beschreibung: Das Projektgebiet umfasst den Staatsforstbereich des Werdensteiner Mooses - nachfolgend ebenso genannt und die Feuchtwiesen und Moorreste im südlich angrenzenden Oberdorfer Moos. Projektziel ist die Verbesserung der Lebensraumstrukturen und die Förderung des Biotopverbundes zwischen den nahegelegenen Moorgebieten. Im Werdensteiner Moos finden bereits seit 1980 Renaturierungsmaßnahmen statt, seit1994 werden die bisher händischen Arbeiten durch Maschineneinsatz unterstützt. Im Südteil wurden umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen vorgenommen: ehemalige Fichten - Birkenwälder wurden großflächig eingeschlagen, das Holz wurde unter Regie des Forstamtes Kempten entnommen, um eine Renaturierung der ehemaligen Hochmoorstandorte zu ermöglichen. Der Anstau der Hauptentwässerungsgräben durch maschinell erstellte Dämme sowie der Anstau zahlreicher Seitengräben durch in Handarbeit erstellte Dämme hat eine deutliche Erhöhung des Moorwasserspiegels im Südteil des Werdensteiner Mooses bewirkt. Durch die Maßnahmen sind Moorlebensräume und einige freie Wasserflächen entstanden, die von einer vielfältigen Tierwelt angenommen wird. So sind neue Lebensräume für die Hochmoor-Mosaikjungfer (Rote Liste 1), die Arktische Smaragdlibelle (RL 2) und die Sumpfschrecke (RL 3) entstanden, das Vorkommen der Großen Moosjungfer (FFH-Art, RL 1) wurde auch im Jahr 2001 bestätigt (einziger Fundort im Landkreis Oberallgäu). Insgesamt wurden im Jahr 2001 fünf neue Tierarten im Werdensteiner Moos nachgewiesen, darunter die Kleine Mosaikjungfer (RL 2) und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (FFH-Art, RL 2).

Projektträger: BaySF: ehem. Forstamt Kempten (ALF Kempten), Naturschutzverband: BN KE-OA

Ansprechpartner: Anja Naumann (kempten-oberallgaeu@bund-naturschutz.de)

weitere informationen: https://kempten.bund-naturschutz.de/allgaeuer-moore/werdensteiner-moos.html


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Projektname: Mager- und Trockenstandorte Bad Hindelang

Beschreibung: Das Projektgebiet umfasst v. a. die süd- und südwestexponierten Unterhänge mit Mager- und Trockenstandorten zwischen Riedle und Bad Oberdorf sowie im Hintersteiner Tal, z. T. auch magere Wiesen und Weiden auf den gegenüberliegenden Unterhängen. Die großflächigen und abwechslungsreichen Lebensraumkomplexe aus Halbtrockenrasen, blütenreichen Mähwiesen, lichten Kiefernwäldern, Borstgrasrasen und mageren Weiden gehören neben den herausragenden Buckelfluren im Hintersteiner Tal (größte Buckelwiesen des Allgäus bzw. Bayerns) zu den überregional bis landesweit bedeutsamen Lebensräumen. In den letzten 50 bis 70 Jahren hat ein starker Strukturwandel in der Landwirtschaft jedoch dazu geführt, dass v. a. die weniger ertragreichen und mühsamer bzw. oftmals nur von Hand zu bewirtschaftenden Flächen nicht mehr genutzt werden, verbuschen und die Wiederbewaldung stark fortschreitet. Vorrangiges Projektziel ist deshalb die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der offenen bis halboffenen Allgäuer Kulturlandschaft zur Schaffung eines durchgängigen Biotopverbundes für die bedeutenden Mager- und Trockenstandorte mit ihren Leitarten. Dazu wurden in enger Kooperation mit der Landwirtschaft (insbesondere den Wald- und Weidegenossenschaften) und in Abstimmung mit dem Forst Handlungsschwerpunkte festgelegt, die gemeinsam umgesetzt werden sollen. Als langfristiges Projektziel sollen außerdem nachhaltige Nutzungsstrukturen zur Sicherung der wertvollen Lebensräume etabliert werden. Maßnahmen: - Entbuschen bzw. Schwenden von Gehölzaufwuchs - Bekämpfung von Adlerfarn - Auflichtung von Waldflächen (im Bereich von Hauptdolomit), Rücknahme von kleinflächigen jüngeren Aufforstungen - Heckenpflege - Nutzngsextenisvierung - Durchführung spezieller Pflegemaßnahmen

Projektträger: Gemeinde: Bad Hindelang

Ansprechpartner: Eva Rothmayr (naturschutz@lra-oa.bayern.de)


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Projektname: Modellprojekt Landschaftspflege Adelegg

Beschreibung: Die Adelegg ist eine weitgehend bewaldete Mittelgebirgslandschaft im östlichen Lkr. RV und im westlichen Lkr. OA (BY). Der Naturraum ist durch die enge Verzahnung naturnaher laubholzreicher Wälder, Fließgewässer, Quellen, extensiv genutztem Grünland und Magerrasen, v.a. Silikat-Magerrasen mit etlichen Roten-Liste-Arten charakterisiert. Durch die zahlreichen Grenzlinien, ungünstigen Flächenzuschnitt und die für eine lw. Produktion ungünstige Höhenlage und Steilheit ist die lw. Bewirtschaftung in den letzten Jahren zurückgegangen bzw. aufgegeben worden. Das betraf v.a. die "unproduktiven" Magerrasen und extensive Wiesen, auf denen daraufhin rasch eine Verbrachung und Verbuschung einsetzte. Das Projekt ist als länderübergreifendes BayernNetz Natur-Projekt konzipiert und zielt darauf ab, die naturschutzfachlich besonders wertvollen Mager- und Trockenstandorte, die dort in noch vergleichsweise hoher Dichte vorkommen, langfristig durch eine an naturschutzfachlichen Kriterien ausgerichtete Bewirtschaftung zu sichern. Die adeleggstiftung als Projektträger errichtet dazu einen Landschaftspflegehof (Ziegenhof), pachtet aus der Bewirtschaftung fallende Offenlandstandorte, um diese unmittelbar vor Verbrachung zu schützen und übernimmt deren extensive Bewirtschaftung, z.T. auch in Verbindung mit Partnerbetrieben. Hierzu ist zunächst eine Pflegekonzeption für die bisher in der Bewirtschaftung befindlichen 100 ha sowie für weitere 60 ha neue Weideflächen notwendig. Deren Umsetzung wird drei Jahre lang begleitet, um die naturschutzfachliche Optimierung durch die Pflegemaßnahmen zu steuern. Abschließend sollen die Naturschutzauswirkungen der Maßnahmen evaluiert und als Handlungsempfehlung für ähnliche Problemstellungen in Mittelgebirgslagen in Bayern und BW herausgegeben werden. Begleitend werden Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung umgesetzt. Dazu zählt u. a. die Maßnahme NaturReporter Adelegg, bei der Kinder/Jugendliche regelmäßig in zwei Lokalzeitungen über das auf Exkursionen erlebte Natur-schutz)thema berichten.

Projektträger: Sonstige: adeleggstiftung

Ansprechpartner: Herr Oliver Post (oliverpost@gmx.de)