Pfaffenhofen a.d.Ilm - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Biotopverbund Paartal

Beschreibung: Neben ihrem landschaftlichem Reiz und ihrem besonderen Strukturreichtum zeichnet sich die historische Kulturlandschaft des Paartals zwischen Reichertshofen und Hohenwart durch eine große Anzahl von seltenen Tieren und Pflanzen aus. Hervorzuheben sind dabei die Trockenlebensräume an der Paarleite, die hochwertigen Feuchtgebiete im Paartal und die Paar selbst, als einer der wenigen Flüsse des Tertiären Hügellandes mit noch weitgehend mäandrierendem Verlauf. Ziele: Entwicklung eines landkreisübergreifenden Verbundsystems für Pflanzen und Tierarten der Sandfluren, Sandmagerrasen und Halbtrockenrasen entlang der Paarleite Erhalt, Optimierung und Ausdehnung des für die Paaraue typischen Lebensraum- und Artenspektrums (Auwald, Feuchtwiese, Niedermoor, Röhricht, Hochstaudenfluren, Dorngrasmücke, Sumpfschrecke und Moorbläuling)

Projektträger: Landkreis: Pfaffenhofen, Gemeinde: Hohenwart

Ansprechpartner: Carmen Kiefer (carmen.kiefer@landratsamt-paf.de)


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Projektname: Feilenmoos

Beschreibung: Ziel des Projektes ist die Pflege und Entwicklung der Moorwiesenreste mit ihrer herausragenden Flora (u.a. Gratiola officinalis) und Fauna im Feilenmoos. Ziel im SG: Sicherung von vorhandenen Feuchtflächen, Abpufferung des NSG Nöttinger Viehweide und des Feilenforstes

Projektträger: Landkreis: Pfaffenhofen a.d.Ilm

Ansprechpartner: Carmen Kiefer (carmen.kiefer@landratsamt-paf.de)


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Projektname: Heidelerche im Landkreis Pfaffenhofen

Beschreibung: Projekt zur modellhaften Sicherung und Stabilisierung der Heidelerchenbestände innerhalb der intensiven Hopfenanbauflächen im nördlichen Landkreis Pfaffenhofen. Mit dem Projekt soll außerdem ein Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität in der bayerischen Agrarlandschaft geleistet werden. In Anbetracht des Flächendrucks durch die Ausweitung des Anbaus nachwachsender Rohstoffe sind Artenhilfsmaßnahmen besonders dringlich. Geplante Maßnahmen: Flächenankäufe oder Pacht von geeigneten Grundstücken, Wiederherstellung eines geeigneten Habitatmosaiks mit lückigen Brachflächen zwischen den Hopfenanbauflächen, Auflichten von Waldrändern und (Neu-)Schaffung von sandigen Brachflächen und Rohbodenstandorten entlang des Feilenforstes, Pflanzung von einzelnen Gehölzen als Ansitz- und Singwarten, artfördernde Bewirtschaftung der Hofenanbauflächen (z.B. Verzicht auf dichte Untersaaten) zur Förderung von Zweitbruten durch eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit und Beratung von Landwirten. 2014 wird das Projekt neu ausgerichtet, insbesondere zur Einbindung verschiedenster Partner: Intensive Öffentlichkeitsarbeit, Erstellen eines Handlungsleitfadens für die Hopfenbauern (Maßnahmen zur Unterstützung der Heidelerche in den Hopfengärten), Pressearbeit mit regelmäßigen Artikeln, ggf. Einbindung Kulturlandstiftung wgen PIK-Maßnahmen, Einbindung BaySF (Waldrandgestaltung), Hopfenring, Hopfenpflanzerverband, Hopfenwart und Hopfenmuseum sowie die Kommunen Pörnbach und Geisenfeld (Heidelerchenflächen für Ökokonto) und Monitoring

Projektträger: Naturschutzverband: LBV KG PAF

Ansprechpartner: Robert Rossa (rossa@f-n-l.de)

weitere informationen: http://www.holledauer-heidelerche.de


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Projektname: Paartaler Sanddünen

Beschreibung: Das Projektgebiet liegt im nordwestlichen Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm und umfasst Mager- und Trockenstandorte sowie Waldränder auf kiesig-sandigem Molassematerial und dünenartigen Sandanwehungen aus dem Donautal. Die naturschutzfachlich hochwertigen Strukturen zählen in Verbindung mit dem stark bewegten Relief auch zu den landschaftlich besonders attraktiven Teilen des Isar-Donau-Hügellandes. Den Kernbereich bildet das landesweit bedeutsame NSG Windsberg, das sich durch einzigartige Kalk-Sandmagerrasen mit überregionaler bis bayernweiter Bedeutung auszeichnet. Dieser Übergangscharakter zwischen Kalk- und Sandmagerrasen ist in Bayern nur auf den kalkreichen Flinzsanden des Tertiärhügellandes zu finden und besitzt im Landkreis Pfaffenhofen bayernweit noch die bedeutendsten Vorkommen. Zielsetzung für das Gebiet ist der Aufbau eines Biotopverbundnetzes aus optimal gepflegten Magerrasen, Altgrasfluren, mageren Säumen, Weg- und Straßenböschungen, Hecken- und Waldrändern sowie blütenreichen Ackerrandstreifen. Durch angepasste Pflegemaßnahmen sollen die charakteristischen Arten, insbesondere die Zielarten wieder stabile Bestände entwickeln. Entscheidend für den Projekterfolg wird sein, dass die Öffentlichkeit, die wesentlichen Nutzergruppen (Landwirte, Straßenbauämter, Gemeinden) und die relevanten Verwaltungen (AELF, Straßenbau, BaySF) in das Projekt eingebunden werden und dessen Umsetzung unterstützen. Durch angepasste Pflegemaßnahmen kurzfristig Mahd, mittel- bis langfristig Beweidung auf ausgewählten Flächen werden die charakteristischen Arten, insbesondere die Zielarten stabile Bestände entwickeln. Das Gebiet bleibt sowohl für den Landkreis als auch für Bayern ein wichtiger Baustein zur Erhaltung bzw. Erhöhung der biologischen Vielfalt. Die Öffentlichkeit, die wesentlichen Nutzergruppen (Landwirte, Straßenbauämter, Gemeinden) und die relevanten Verwaltungen (AELF, Straßenbau, BaySF) sind in das Projekt eingebunden und unterstützen dessen Umsetzung.

Projektträger: Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm

Ansprechpartner: Robert Rossa (info@f-n-l.de)

weitere informationen: https://www.landkreis-pfaffenhofen.de


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Projektname: Allen Unkenrufen zum Trotz: Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zum landfr

Beschreibung: Die Gelbbauchunke ist deutschlandweit stark gefährdet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer langfristigen Strategie zum Schutz der Art in den Landkreisen Altötting, Erding, Freising, Mühldorf, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen. Hier soll der Habitatverbund wiederhergestellt werden. Zentrales Element ist dabei die Entwicklung einer langfristigen Strategie zur regelmäßigen Neuschaffung bzw. angepassten Nutzung ephemerer Lebensräume im Alltag. Wesentlich ist deshalb die Einbindung verschiedener Land-Nutzergruppen und wichtiger Flächeneigentümer, die durch geeignete Kommunikationsstrukturen angesprochen und zur Realisierung von unkenfreundlichem Verhalten im Alltag angeregt werden sollen. Durch den Aufbau eines lokalen Patensystems soll auch die Betreuung einzelner Vorkommen nachhaltig gesichert werden. Das Projekt umfasst Maßnahmen zur Wiederherstellung und Neuschaffung von Laichhabitaten (z. B. durch Beweidung, Dynamisierung von Auen etc.) und die Umsetzung eines umfassenden Konzepts zur Öffentlichkeitsarbeit. Die wesentlichen Vorhabensziele sind: 1. Verankerung des Schutzes der Gelbbauchunke und ihrer ephemeren Lebensräume als Selbstverständlichkeit im täglichen Handeln. 2. Verbesserung des öffentlichen Bewusstseins hinsichtlich der Gefährdung und des Schutzes der Gelbbauchunke und ihrer Lebensräume sowie der Bedeutung des Biotopverbundes als wesentliche Voraussetzung für die biologische Vielfalt. 3. Sicherung und Wiederherstellung einer langfrstig überlebensfähigen Metapopulation aus miteinander in Austausch stehenden Lokalpopulationen. 4. Entwicklung einer auch auf andere Gebiete übertragbaren Strategie zum Schutz der Gelbbauchunke und anderer gefährdeter Arten ephemerer Lebensräume.

Projektträger: Landkreis: Freising, Altötting, Neuburg-Schrobenhausen, Naturschutzverband: Bund Naturschutz

Ansprechpartner: Dr. Miriam Hansbauer (Dr.Miriam.Hansbauer@kreis-fs.de)