Regen - BayernNetzNatur-Projekte

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Projektname: Landschaftsplanumsetzung Viechtach

Beschreibung: Umsetzung des Landschaftsplanes: Anreicherung der Kulturlandschaft unter Mitwirkung der DLE und des AfLuE sowie Besucherlenkungsmaßnahmen Der Schwerpunkt der Umsetzung lag auf der Beratung von Landwirten zu Förderprogrammen, der Entwicklung und Umsetzung von Modellprojekten, der Vernetzung isolierter Biotope sowie der Neuanlage von Biotopen (Streuobstwiesen, Hecken, ...)

Projektträger: Gemeinde Stadt Viechtach

Ansprechpartner: Rosi Wagenstaller (umwelt@lra.landkreis-regen.de)


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Projektname: Schloßauer Ohe

Beschreibung: BayernNetz Natur-Projekt im Landkreis Regen, Gewässersystem mit landesweiter Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Bisheriges Vorgehen: Grundlagenermittlung, Erstellung eines naturschutzfachlichen Konzepts, Organisation eines projektbegleitenden Arbeitskreises, Durchführung einer Informationsveranstaltung, Beratung der Landwirte zu den Fördermöglichkeiten des Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramms, Erwerb bzw. langfristige Pacht von Ufergrundstücken zur Umsetzung von Maßnahmen, Umgestaltung von Wehranlagen - um die Durchgängigkeit des Gewässers wiederherzustellen,

Projektträger: Landkreis Regen

Ansprechpartner: Rosi Wagenstaller (RWagenstaller@lra.landkreis-regen.de)


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Projektname: Zellertal

Beschreibung: Pflege ehemaliger Streuwiesen am Röhrlbach bei Arnbruck (Zellertal) und Erhaltung der extensiven landwirtschaftlichen Nutzung und des hohen Strukturreichtums. Anlass war der Landschaftsplan (Mahl & Wartner 1993) für die Gemeinde Arnbruck. Parallel zu den Maßnahmen des LBV (PEPL Hotzy, 1994) führt derzeit die Gemeinde Arnbruck die Umsetzung ihres Landschaftsplanes durch. 2002 wurde die erhebliche Ausdehnung des Projektes beschlossen, nachdem Untersuchungen ergeben hatten, dass der Talzug das größte Wachtelkönigvorkommen im Inneren Bayerischen Wald beherbergt.

Projektträger: Landkreis Naturparkverein Kötzting, Gemeinde: Arnbruck, Naturschutzverband: LBV

Ansprechpartner: Rosemarie Wagenstaller (RWagenstaller@lra.landkreis-regen.de)


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Projektname: Wolfertsrieder Bach

Beschreibung: Am Flussperlmuschelgewässer Wolfertsrieder Bach laufen u. A. folgende Schutzmaßnahmen - Schutz des Gewässers vor Schadstoffeintrag durch Flächenverträge (extensive Bewirtschaftung Uferrandstreifen) - Einsetzen von infizierten Wirtsfischen (Fischereiverein Straubing) - Bereitstellung eines Uferstreifens durch die DLE (im Eigentum der Gemeinde Achlach) - Anschluss der Ortschaft Lindenau an die Kläranlage - Pflanzung von Erlen zur Bachbeschattung - Mahd der Uferstreifen (LRA Regen über MR, Ausführung durch ortsansässige Landwirte) - Fang von Bisamratten seit etwa 10 Jahren. Der Bestand hat sich stabilisiert, ein Neuaufbau konnte jedoch noch nicht nachgewiesen werden. Das Projekt wird weiter über spezielle Maßnahmen, Flächenverträge und dgl. sowie über die Naturparkförderung fortgesetzt. Geplante Maßnahmen für 2001: Beratung landwirtschaftlicher Grundeigentümer, um Einträge aus landwirtschaftlichen Flächen zu reduzieren, weitere Verbesserung der Abwassersituation, Renaturierung des begradigten Bachlaufs bei Au Weitere Informationen siehe Faltblatt (Juli 2000).

Projektträger: Landkreis Regen

Ansprechpartner: Rosemarie Wagenstaller (RWagenstaller@lra.landkreis-regen.de)


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Projektname: Landschaftsplanumsetzung Kirchdorf

Beschreibung: Geplant sind der Verbund von Magerrasen über extensive Randstreifen. Schwerpunktgebiete sollen über Pufferzonen und Pflegeprogramme gesichert werden. Zudem soll die Fließgewässerökologie verbessert werden. Bäche- und Gräben sollen renaturiert und Gewässerrandstreifen angelegt werden. Feuchtwiesen sollen über extensive Nutzung oder durch Landschaftspflegemaßnahmen erhalten werden. Mit der Anlage von Dorfweihern in Haid, Trametsried und Schlag soll das Landschaftsbild und der Biotopverbund aufgewertet werden. Ausgeräumte Gemeindeteile (z.B. Haid) sollen mit der Neupflanzung von Hecken und Gehölzen bereichernde Strukturen eingebracht werden. Geplant ist auch die Umwandlung und Optimierung von strukturarmen Fichtenreinbeständen und die Ausweisung von Tabuzonen für Erstaufforstungen.

Projektträger: Gemeinde Kirchdorf

Ansprechpartner: Rosi Wagenstaller (RWagenstaller@lra.landkreis-regen.de)


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Projektname: Landschaftsplanumsetzung Zwiesel

Beschreibung: Im Gebiet der Stadt Zwiesel werden seit Erstellung des Landschaftsplans mehrere Teilprojekte umgesetzt. 1996 wurde mit der Erstellung und Umsetzung des PEPL Rabensteinerbach-/Klautzenbachtal (1997) gestartet und mit dem Biotoppflege- und Verbundkonzept Ahornbachl-Innenried-Michelsbach (1998) fortgeführt. Beide Projekte waren sehr erfolgreich. Weitere Projekte waren die Erstellung und Umsetzung eines PEPL für die Täler des Kleinen Regen vom Eintritt in das Stadtgebiet bis zur Mündung, des Griesbachs und des Glasberg-Bachls, beide vom Austritt aus den Hochwäldern bis zur Mündung in den Kleinen Regen. Als Maßnahmen erfolgten v.a. Entbuschungen, Entfichtungen teils nach Flächenankauf, Landschaftspflegemaßnahmen.

Projektträger: Gemeinde Zwiesel

Ansprechpartner: Rosi Wagenstaller (RWagenstaller@lra.landkreis-regen.de)


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Projektname: Pfahl

Beschreibung: Der Pfahl ist ein einmaliges geologisches Phänomen mit einer wertvollen Flora und Fauna. Im kommt eine besondere Funktion als Lebensraum für trockenheits- und wärmeliebende Flora und Fauna zu. Die früher übliche extensive Nutzung der pfahlangrenzenden Flächen wurde im letzten Jahrhundert eingestellt oder verändert, so dass viele Trocken- und Magerstandorte verbuschten oder aufgeforstet wurden. Für den ca. 140 km langen Abschnitt des bayerischen Pfahls wurden im Rahmen eines Ökologischen Gesamtgutachtens detaillierte Maßnahmenvorschläge erstellt. Wesentliche Maßnahmen am Pfahl im Landkreis Regen sind: Flächenankauf und Pacht, Entbuschungen und Felsfreistellungen, Magerwiesenmahd und die Anlage bzw. Entlandung von Amphibientümpeln sowie Besucherlenkung und Öffentlichkeitsarbeit. Ein wichtiger Multiplikator ist dabei die Umweltstation Viechtach.

Projektträger: Landkreis Regen, Gemeinde: Regen, Viechtach, Naturparkverein: Bayerischer Wald

Ansprechpartner: Herr Rohrbacher (naturpark-bayer-wald-pfahlinfo@t-online.de)

weitere informationen: http://www.naturpark-bayer-wald.de/projekt-pfahl.html


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Projektname: Artenvielfalt Ruselmoore

Beschreibung: Das Birkwild war im Landkreis Regen ursprünglich weit verbreitet. Noch in den 60er Jahren waren im Landkreis über 400 balzende Hähne zu beobachten, 1977 werden jedoch nur noch etwa 60 gemeldet. Anfang der 80er Jahre ist das Birkwild im Landkreis Regen ausgestorben. Das Gebiet zwischen Kirchberg, Bischofsmais und Lalling stellte damals einen der Verbreitungsschwerpunkte dar. Im Kern dieses Gebietes liegt das 1983 ausgewiesene Naturschutzgebiet "Todtenau und umgebende Auen". Dieses Naturschutzgebiet ist aufgrund seiner Größe von 148 Hektar und der Vielfalt an unterschiedlichen Moorstandorten einzigartig für den "Vorderen Bayerischen Wald". Die Moorkerngebiete und ihre Randbereiche sind noch weitgehend ungestört. Die zwischen den Kerngebieten liegenden Moorbereiche wurden dagegen in der Vergangenheit entwässert und landwirtschaftlich genutzt. In den letzten Jahrzehnten wurde diese Wiesennutzung wieder aufgegeben. Dadurch und durch nachfolgende Aufforstungen ging ein großer Teil der typischen Moorlebensräume und auch der Birkwildbiotope verloren. Im Rahmen des Projektes soll der ursprüngliche Zustand der Feuchtwiesen und Moorbereiche wieder hergestellt werden. Damit soll nicht nur der Lebensraum für das Birkwild optimiert werden, sondern auch für zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten, die ähnliche Ansprüche haben. Daher wird das Projekt auch unter dem Stichwort "Artenvielfalt" geführt. Das Projektgebiet umfasst das Naturschutzgebiet (150 ha) als Kernfläche, aber auch einen großen Umgriff mit der ca. 10fachen Ausdehnung (1.500 ha). Darin befinden sich weitere Moore, weshalb der Projektname "Ruselmoore" gewählt wurde. Im NSG befanden sich bei Projektbeginn 2003 bereits 30 Hektar Fläche im Eigentum des Landkreises, weitere 32 Hektar sind Staatsforstgrundstücke. Im Rahmen des Projektes soll der Anteil der Grundstücke in öffentlicher Hand wesentlich ausgedehnt werden. In erster Priorität sollen im NSG Flächen erworben werden, um standortfremde Fichtenaufforstungen auf Moorstandorten wieder zu beseitigen und die Moorkerne wieder miteinander zu verbinden. Das Projekt muss aber langfristig weit darüber hinausgehen, um auch Arten mit großflächigen Lebensraumansprüchen, wie z. B. auch das Birkwild, zu fördern. Für das Naturschutzgebiet existiert bereits ein Pflege- und Entwicklungsplan, der 1992 im Auftrag der Regierung von Niederbayern erstellt wurde. Außerdem wurde 1993 im Auftrag des Landesbund für Vogelschutz ein "Birkhuhnförderprojekt im Bayer. Wald" erarbeitet, dessen Endbericht ebenfalls Aussagen über das Gebiet der Todtenau trifft. Alle Maßnahmen, die im Projekt durchgeführt werden, orientieren sich an diesen Plänen, bzw. auch an den Vorgaben zum FFH-Gebiet (Erhaltungsziele, usw.). Der Managementplan liegt inzwischen vor. Bis 2013 wurden im Projektgebiet weitere 42,5 Hektar durch den Landkreis angekauft. Auf den Grundstücken wurden vor allem standortfremde Fichtenaufforstung entfernt, Entwässerungsgräben verschlossen und Kleingewässer angelegt. Auf kleinen Flächen wurden auch auf entfichteten Flächen die Stöcke gerodet und Wiesen wieder angelegt. Die vernässten Flächen bleiben der natürlichen Entwicklung überlassen. Es wurden auch Biotopverbindungen in die Umgebung entlang des Höllmannsrieder Baches, in den Gföretwiesen, am Hollerbach und am Totenbretterbach geschaffen. Derzeit wird die Broschüre "Geheimnisvolle Moorwelt", die bereits vergriffen ist, aktualisiert und erweitert und neu aufgelegt. Auch die Informationstafeln entlang des Naturerlebnispfades werden aktualisiert, erneuert und ausgebaut. Außerdem wurde am Moorrand ein Holzbohlenweg mit Aussichtsplattform angelegt.

Projektträger: Landkreis Regen

Ansprechpartner: Rosmarie Wagenstaller (RWagenstaller@lra.landkreis-regen.de)