Weißenburg-Gunzenhausen - BayernNetzNatur-Projekte

577

Projektname: SandAchse Franken

Beschreibung: Gemeinschaftsprojekt von BN, DVL/LPV Mittelfranken, LBV, Landkreisen und Städten. 1999 wurde ein vom Bayerischen Naturschutzfonds finanziertes Rahmenkonzept durch BN und DVL in Auftrag gegeben, auf dessen Basis förderte der Naturschutzfonds dieses Großprojekt in den Jahren 2000 bis 2006. Projektschwerpunkte lagen v.a. in den Bereichen Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Renaturierung. Flächenerwerb und Pacht standen aufgrund der hohen Bodenpreise eher im Hintergrund. Zur Projektabwicklung wurde das Projektbüro SandAchse mit Sitz in Erlangen eingerichtet. Die Projektabwicklung in den kreisfreien Städten erfolgte über die SandAgentur. Die Gesamtkosten des Projektes lagen bei etwa 2,8 Mio. €, der Förderanteil des Bayer. Naturschutzfonds betrug rund 2,3 Mio. €, Eigenmittel der Verbände etwa 0,5 Mio. €. Seit 2006 Finanzierung durch die Akteure aus Eigenmitteln sowie Förderung von Einzelmaßnahmen. Die wesentlichen Projektziele waren der Erhalt und die Förderung von Sandlebensräumen, ihre Vernetzung zu einem Biotopverbund und die Verankerung der hohen Wertigkeit von Sandlebensräumen im Bewußtsein der Öffentlichkeit. Im Rahmen des Projektes konnten ca. 36 ha Fläche angekauft bzw. angepachtet werden. Zudem wurden Potenzialflächen erfasst, Raumanalysen sowie flächenscharfe Umsetzungs-/Pflegekonzepte erstellt, Kartierungen und Erfolgskontrollen zu Pflegemaßnahmen durchgeführt, eine Vielzahl an Führungen, Aktionstagen, Tagen der Artenvielfalt, Fortbildungen, Seminaren etc. vorbereitet und durchgeführt, Ausstellungen, Schautafeln, Broschüren, Faltblätter, eine Homepage sowie ein Film und ein eigenes Computer-Lernspiel erstellt und umweltgerechte Nutzungsformen gefördert. Mehr als 250 ha wurden über das Landschaftspflegeprogramm gepflegt, auf weiteren ca. 100 ha wurden in Zusammenarbeit mit den Kommunen und Wirtschaftsunternehmen innerhalb der Stadtgebiete Maßnahmen durch die Agentur SandAchse durchgeführt. Auch nach Abschluss des Naturschutzfonds-Projekts läuft das Projekt in kleinerem Umfang weiter Faltblatt: http://www.sandachse.de/Materialien/Faltblaetter/Faltblatt-Sandachse-Allgemein.pdf

Projektträger: Naturschutzverband: BN (bis 06`2005 federführend), Landschaftspflegeverband: LPV Mittelfranken

Ansprechpartner: Tom Konopka (tom.konopka@bund-naturschutz.de)

weitere informationen: http://www.sandachse.de


577

Projektname: Altmühlleiten

Beschreibung: Naturschutzgroßvorhaben des Bundes, wesentliche Ziele sind die Optimierung von Kalkmagerrasen, Hutungen und Steinbruchhalden sowie die Förderung naturnaher Wälder

Projektträger: Sonstige: Zweckverband Naturschutzgroßprojekt Altmühlleiten

Ansprechpartner: Christina Fehrmann (christina.fehrmann@altmuehlleiten.de)

weitere informationen: http://www.altmuehlleiten.de/


577

Projektname: Altholzinseln im Workerszeller Forst

Beschreibung: ursprünglich als bezirksübergreifendes Projekt der Forstverwaltung konzipiertes, jedoch nur im Bereich des Forstamtes Eichstätt verwirklichtes Projekt, Ziel: Erhöhung des Anteils an Alt- und Totholz durch gruppenweises Aus-der-Nutzung-Nehmen von geeigneten Baumbeständen in einem nadelholzdominierenden Staatswald

Projektträger: BaySF: FB Kipfenberg

Ansprechpartner: FB Kipfenberg (info-kipfenberg@baysf.de)


577

Projektname: Wiesmet

Beschreibung: Nordwestlich des Altmühlsees, zwischen Gunzenhausen und Ornbau, liegt eines der wertvollsten und mit 1.100 Hektar auch eines der größten Feuchtwiesengebiete Süddeutschlands: das Wiesmet, mit dem das 50. BayernNetzNatur-Projekt startete. Herausragende Bedeutung hat das Wiesmet für die Vogelwelt: Als landesweit einziges Gebiet beherbergt es das gesamte bayerische Spektrum der Wiesenbrüter. Im Rahmen des Projekts sollen vor allem die Wiesenbrüterlebensräume außerhalb des Altmühlsees erhalten und verbessert werden. Wichtiges Instrument ist das Biotopmanagement mit Hilfe des Vertragsnaturschutzprogramms. 1999 begann das Talsperrenneubauamt (TNA) mit Optimierungsmaßnahmen. Im gleichen Jahr wurden mehrere neue VNP-Verträge abgeschlossen sowie zahlreiche Verträge umgestellt. Die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft wurde auf eine vertrauensvolle Basis gehoben. Zwischen 2000 und 2002 wurden weitere Optimierungsmaßnahmen durchgeführt und zahlreiche VNP-Verträge abgeschlossen. Durch das WWA wurden Kleingewässer und Grenzgräben angelegt. Das Kerngebiet (im Besitz des WWA) wird seit 2003 im Spätwinter überflutet, das Aicha durch den Aufstau damit deutlich aufgewertet. Seit 2002 werden Teilbereiche (Erweiterung der Weide 2003) mit Rindern beweidet. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Beweidung soll die Weidefläche zukünftig weiter ausgedehnt werden. 2011 feierte das Wiesmet sein 20-jähriges Bestehen!

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Mittelfranken

Ansprechpartner: Klaus Fackler (fackler@lpv-mfr.de)


577

Projektname: Biberprojekt

Beschreibung: Maßnahmen (Flächenankauf, VNP) zur Reduzierung der Einflüsse des Bibers auf landwirtschaftliche Flächen insbesondere im Schambachtal.

Projektträger: Gemeinde: Weißenburg, Treuchtlingen, Pappenheim

Ansprechpartner: Karl-Heinz Dadrich (Karlheinz.Dadrich@landkreis-wug.de)


577

Projektname: Agrarökologisches Netzwerk

Beschreibung: Kernziel ist die ökologische Aufwertung relativ ausgeräumter Agrarlandschaften. Basierend auf Vorarbeiten im Rahmen eines Vorprojektes wurde 2002 mit dem BayernNetz Natur-Projekt mit ersten Heckenpflanzungen begonnen. Inzwischen wurden zahlreiche weitere Maßnahmen umgesetzt (Pflege von Hecken, Extensivgrünländern, Magerrasen, Streuobstwiesen, Sandgruben, Neupflanzung von Obstbäumen, Neuanlage von Wäldern, Hecken, Tümpeln, Flachwasserbereichen). Bis 2008 wurden auf 109 Flächen über 9000 Gehölze bzw. 3345 m Hecken gepflanzt, mehrere Kleingewässer angelegt, 2000 m Gräben optimiert sowie auf 80 ha Bewirtschaftungsverträge abgeschlossen. Wesentlich ist auch die Umweltbildung, z. B. in Zusammenarbeit mit den Schulen.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Mittelfranken

Ansprechpartner: Till Scholl (scholl@lpv-mfr.de)


577

Projektname: LIFE-Projekt Kalktuffquellen in der Frankenalb

Beschreibung: Life-Natur-Projekt Optimierung von Kalktuffquellen und deren Umfeld in der Frankenalb. Auf einer Projektfläche von insgesamt 5.706 ha wurden 56 Quellstandorte mit Kalktuffvorkommen revitalisiert bzw. verbessernde Maßnahmen im Umfeld der Quellen durchgeführt. Die Quellstandorte befinden sich in drei Projektgebieten die allesamt als Natura 2000-Flächen gemeldet sind. Wichtigstes Projektziel war die Optimierung der Quellstandorte. Dies sollte durch forstliche und landschaftspflegerische Maßnahmen wie Waldumbau standortfremder Bestockung, Schaffung von Pufferflächen, Beseitigung verschiedenartigster Verbauungen erreicht werden. Aus den Ergebnissen der Maßnahmenumsetzung wurden Grundlagen zur Renaturierung von Quelllebensräumen erarbeitet. Dazu wurde auch der Kontakt zu anderen europäischen Initiativen gesucht. Die Umsetzung der geplanten Einzelmaßnahmen zur Sicherung des Lebensraumtyps wurde Ende 2007 abgeschlossen.

Projektträger: Naturschutzverband: LBV

Ansprechpartner: LBV (info@lbv.de)

weitere informationen: http://www.kalktuffquellen.de


577

Projektname: Altmühltal - Verbundsystem Trockenbiotope im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Beschreibung: Ziel des Projektes ist die Vernetzung isolierter Halbtrockenrasen: Biotopverbund von Trockenstandorten inkl. Steinbrüchen und Steinbruchhalden sowie Auf- und Ausbau eines Beweidungskonzeptes. Seit 2001 erweiterte Gebietskulisse. Biotopverbund-Projekt wird im Landkreis Eichstätt unter Trägerschaft des Landkreises fortgeführt (P-Nr. 196). 2005 Beginn der Planung des Bundesgroßvorhaben Altmühlleiten, welches auch den Landkreis Kelheim mit einschließt, dieses wird mit Beginn der Umsetzung als eigenes Projekt geführt (P.-Nr. 50).

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Mittelfranken

Ansprechpartner: Stefanie Haacke (haacke@lpv-mfr.de)

weitere informationen: http://www.lpv-mfr.de


577

Projektname: Sicherung des Bachmuschelbestandes im Gewässereinzugsbereich des Felchbachs und

Beschreibung: Projekt zur Optimierung eines Bachtales mit der Leitart Bachmuschel , Zielsetzung ist die Sicherung der vorhandenen Bachmuschelbestände und die Optimierung von Bachlauf und Aue. Dazu sind folgende Maßnahmen vorgesehen: - Genaue Kartierung des Bachmuschelbestands im gesamten Felchbach und seinen Zuflüssen - Verbesserung der Reinigungsleistung der angeschlossenen Kläranlagen und Kontrolle der Weiherabläufe im Hinblick auf eine von den Jungmuscheln benötigte Gewässerqualität - Einrichtung von Uferstreifen - Umwandlung von Äckern in Grünland - Anlage von Abfangmulden für Oberflächenwasser und Drainagen (Erdfänge) - Umbau von Wanderhindernissen z.B. Abstürze in Raue Rampen - Renaturierung von begradigten Bachabschnitten ohne Muschelvorkommen - Sicherung der Quellbereiche der Zuflüsse - Reduzierung des Bisambestandes durch Abfangen der Tiere oder durch Umgestaltung der Gewässer - Reduzierung/Entfernung punktueller Beeinträchtigungen - Sanierung von Gräben ggf. Räumung von Abschnitten mit Faulschlamm, aber keine Grabenräumungen bei Muschelvorkommen - ggf. Maßnahmen zur Förderung der Fischfauna (speziell der Wirtsfische der Muschel) - ggf. Bestandsstützung der Muscheln durch Einbringung infizierter Elritzen - Beratung zum Abschluss von freiwilligen Bewirtschaftungsvereinbarungen (VNP/Kulap) - Vorbereitung und Abwicklung von Gestaltungsmaßnahmen über Landschafts-pflege- und Naturparkrichtlinien und als Ausgleichs- oder Ökokonto-Maßnahmen - Kartierung der Kleinfischarten zur Feststellung der Wirtsfischvorkommen in weiteren Gewässerabschnitten - Zielgruppenorientierte Öffentlichkeitsarbeit unter Berücksichtigung des notwendigen Schutzes der Muschelvorkommen - Erfahrungsaustausch mit anderen Bachmuschelprojekten

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Mittelfranken

Ansprechpartner: Claudia Beckstein (beckstein@lpv-mfr.de)


577

Projektname: Biotopverbund Hahnenkamm

Beschreibung: Der Hahnenkamm liegt am Trauf der Südlichen Frankenalb und der angrenzenden Albhochfläche innerhalb des Naturparks Altmühltal. Naturschutzfachlich hervorzuheben ist das vielfältige Standortmosaik mit zahlreichen seltenen und gefährdeten Arten und die überregional wirksame Funktion als Wander- und Verbindungsachse des Gebietes. Prägend für das Gebiet und die bedeutenden Trockenstandorte war die traditionelle Schafbeweidung. Durch Aufgabe der Wanderschäferei sind die Magerrasen durch Verbuschung, aber auch Intensivierung oder Aufforstung gefährdet. Auch die Streuobstbestände sind durch Nutzungsauflassung oder -intensivierung bedroht, während in den Auen hauptsächlich ein Intensivierungsdruck aufgrund von Energiepflanzenanbau zu spüren ist. Leitbild für den Hahnenkamm ist die Erhaltung des geologisch bedingten vielfältigen Mosaiks aus extensiv genutzten Kulturlandschaftselementen, insbesondere der bedeutenden Magerrasen. Zielsetzungen des Projekts sind: - Erhalt und Verbesserung der Magerrasen und Aufbau eines Biotopverbundsystems zur Förderung der Berghexe und der Nahrungshabitate von Fledermäusen. - Förderung und Erhaltung der Hüteschäferei als ökonomisch, ökologisch und kulturhistorisch beste Nutzungsform zum Erhalt der Magerrasen. - Erhalt, Optimierung und Neuschaffung von Streuobstbeständen und Obstbaumreihen, insbesondere im Bereich des Albtraufs. - Erhalt bzw. ökologische Optimierung der Fließgewässer und ihrer angrenzenden Auen, insbesondere die westliche und östliche Rohrach und den Möhrenbach, jeweils mit Zuläufen.

Projektträger: Landschaftspflegeverband: Mittelfranken

Ansprechpartner: Till Scholl, Tel.: 0981 / 46 53 35 20 (scholl@lpv-mfr.de)